Die Schuld, eine Frau zu sein
von Mukhtar Mai (Autor), Marie-Therese
Cuny (Autor), Eleonore Delair (Autor), Eliane Hagedorn (Autor), Bettina
Runge (Autor)
Verlag: Droemer/Knaur (8. Februar 2006); Gebundene
Ausgabe: 288 Seiten; Sprache: Deutsch; ISBN-10: 3426273969; ISBN-13:
978-3426273968
Kurzbeschreibung
Dies ist die erschütternde Geschichte der jungen Pakistani Mukhtar
Mai, die im Namen des Stammesrates von vier Männern vergewaltigt
wurde - und sich weigerte, diese Schande durch Selbstmord auszulöschen.
Sie begehrt auf, sie zieht vor Gericht und sie begreift, wie vielen
Frauen und Mädchen das Gleiche widerfährt,weil sie ihr Recht
nicht kennen. Sie kämpft für Bildung und eine Mädchenschule
im Dorf. Ihre Peiniger werden verurteilt, doch nur zwei Jahre später
hebt ein Gericht das Urteil auf. Der wütende Protest internationaler
Organisationen macht aus dem Fall Mukhtar Mai eine pakistanische Staatsaffäre
- und aus dieser mutigen Frau eine der meistgehörten Stimmen ihres
Landes. Gegen eiserne Tradition, gegen die Mächtigen, gegen ihre
eigene Scham kämpft Mukhtar Mai - und für ihre Ehre, für
ihr Leben und das der Frauen in Pakistan. Jetzt erzählt sie,was
ihr widerfahren ist.
Über den Autor
Mukhtar Mai wurde 1972 geboren. Sie lebt in dem kleinen Dorf Meerwala
in Pakistan.
Betül Durmaz
Döner, Machos und Migranten
Mein zartbitteres Lehrerleben
Herder Verlag; Mai 2009; Flexcover;
224 Seiten, Herder Spektrum Taschenbücher;
ISBN 978-3-451-03011-6
Kurzbeschreibung:
Sie ist Deutsche mit Migrationshintergrund, Muslimin, allein erziehende
Mutter. Betül Durmaz, 40 Jahre alt, unterrichtet an einer Schule,
in der die meisten Schüler als sozial problematisch gelten, als
einzige Lehrerin mit einer Zuwanderungsgeschichte. Durmaz hat ihr Leben,
ihren Alltag aufgeschrieben. Ein mitreißendes, authentisches Stück
gelebter Integration. Beispielhaft. - Durmaz - heißt übersetzt:
Die, die nicht stehen bleibt.
Warum tötet ihr?: Wenn Männer
für die Ehre morden (Gebundene Ausgabe)
von Ayse Önal (Autor), Elisabeth Liebl (Übersetzer)
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten;
Verlag: Droemer/Knaur (Oktober 2008); Sprache: Deutsch; ISBN-10: 3426274736
Kurzbeschreibung
Jedes Jahr werden weltweit Tausende Frauen Opfer von Ehrenmorden. Die
türkische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin Ayse Önal
erzählt von den Opfern und den Tätern in ihrem Land - und
klagt ein System an, das im Namen der Ehre seine Söhne und Töchter
opfert.
Es braucht nicht viel, um als
Frau die Ehre der eigenen Familie zu beschädigen: Es reicht, dass
sie sich einer arrangierten Ehe widersetzt, ihren gewalttätigen
Mann verlässt oder Opfer einer Vergewaltigung wird. Die Folgen
jedoch sind verheerend, denn in vielen Fällen gilt die »Schuld«
der Frauen erst durch ihren Tod als gesühnt. Vollstrecker der Todesurteile
sind die Söhne, Brüder, Cousins - oft noch halbe Kinder. Ayse
Önal hat mit beiden gesprochen - mit den verfolgten Frauen und
den Männern, die zur Waffe griffen. Entstanden ist dabei ein erschütterndes
und zutiefst ergreifendes Zeugnis zerstörter Lebensläufe -
auf Seiten der Opfer wie auch der Täter.
Über den Autor
Ayse Önal ist Journalistin und Publizistin. Die Menschenrechtsaktivistin
war in ihrer Heimat jahrelang mit Veröffentlichungsverbot belegt,
ein Attentat überlebte sie nur knapp. Ayse Önal lebt heute
in London und Istanbul.
Arabboy
Eine Jugend in Deutschland oder
Das kurze Leben des Rashid A (Gebundene Ausgabe)
Von Güner Balci
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten;
Verlag: Fischer, S., Verlag GmbH; Auflage: 1 (9. September 2008); ISBN-10:
310004813X
Kurzbeschreibung
Rashid, Sohn einer libanesisch-palästinensischen Familie, ist weder
Deutscher noch Libanese oder Palästinenser, er ist ein »Arabboy«,
so nennt er sich in den einschlägigen Chaträumen, die er und
seine Kumpel mit selbstgemachten Gewalt-Clips versorgen. Sie gehorchen
dem Gesetz der Straße, auf der sich jeder sein Recht nehmen muss.
Wer das nicht kann, wird zum »Opfer« - er ist dem Lebenskampf
nicht gewachsen. Mit Hilfe von Aabid, der es vom Flüchtlingsjungen
zum »Mega-Checker« im Rotlichtmilieu gebracht hat, macht
Rashid kriminelle Karriere, bis er durch seine Drogensucht die Kontrolle
über sein Leben verliert. Ihn rettet seine Verhaftung. Im Gefängnis
wartet er auf seine Abschiebung und Deutschland, das so verhasste Land,
wird für ihn zum Inbegriff aller Sehnsüchte.
Über den Autor
Güner Yasemin Balci, deren Eltern in den sechziger Jahren als Gastarbeiter
aus der Türkei nach Deutschland kamen, ist 1975 in Berlin-Neukölln
geboren und aufgewachsen. Sie hat Erziehungs- und Literaturwissenschaft
studiert und im Modellprojekt »Kiezorientierte Gewalt- und Kriminalitätsprävention«
im sozialen Brennpunkt Neuköllns, im Rollbergviertel, und im Mädchentreff
MaDonna mit vielen Jugendlichen aus türkischen wie arabischen Familien
gearbeitet. Heute ist sie Redakteurin für das ZDF-Magazin Frontal21.
Bittersüße Heimat:
Bericht aus dem Inneren der Türkei
Von Necla Kelek
Einen „Bericht aus dem Inneren der Türkei“
nennt Kelek ihre Gedanken und Reflexionen anlässlich einer Rundreise
in ihre ursprüngliche Heimat, die sie von der modernen Glitzerwelt
des Bosporus bis tief hinein in die archaische Rückständigkeit
Ostanatoliens führte. Dabei beschränkt sie sich nicht auf
symptomatische Momentaufnahmen sondern unterfüttert sie kenntnisreich
und durchweg kritisch mit Hintergrundinformationen aus der Geschichte
sowie dem politisch-religiösen System der Türkei – denn
um ein solches, daran lässt sie keinen Zweifel, handelt es sich
trotz aller Säkularisationsrhetorik von Oben nach wie vor. Den
breitesten Raum in Keleks Darstellung nehmen Begegnungen mit Frauen
ein. Sie berichtet aber nicht nur von geknechteten und ergebenen sondern
vor allem auch von mutigen und rebellischen: von solchen mit Rückgrat,
die trotz Repression eine Frauenberatungsstelle betreiben, von Feministinnen
in der tiefsten Provinz und von besonders couragierten Streiterinnen
für die Rechte der Frau, die der Unterdrückung im Namen der
Ehre die Stirn bieten.
Gebundene Ausgabe: 303 Seiten; Verlag: Kiepenheuer
& Witsch Verlag; Auflage: 1 (22. September 2008); Sprache: Deutsch;
ISBN-10: 3462040421
Der Multikulti- Irrtum - Wie wir
in Deutschland besser zusammenleben können
Von Seyran Ates
Der Multikulti-Traum vom Nebeneinander verschiedenster
kultureller Gesellschaftsentwürfe in einem Land war von Anfang
an ein Irrtum! Das jedenfalls ist die wohlbegründete Überzeugung
der in Istanbul geborenen und ab ihrem sechsten Lebensjahr in Deutschland
aufgewachsenen Rechtsanwältin Seran Ates, die in ihrem lesenswerten
Buch darlegt, welch ebenso gravierende wie lässliche Denkfehler
diesem Traum aus ihrer Sicht zugrundelagen -- und was stattdessen zu
tun wäre, um den wirklichen Notwendigkeiten eines Einwanderungslandes
Rechnung zu tragen und eine wirkliche gesellschaftliche Integration
zu erreichen.
Gebundene Ausgabe: 281 Seiten; Verlag: Ullstein
Hc (Oktober 2007); ISBN-10: 3550086946
Für Yasemin
Eine Mutter entscheidet sich
Von Serpil Maglicoglu; 200 Seiten;
Orlando Frauenverlag (August 2002); ISBN-13: 978-3929823943
Kurzbeschreibung
Als die Autorin entdeckt, dass ihr Mann der dreijährigen Tochter
sexuelle Gewalt antut, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie geht
den für sie einzig gangbaren Weg: Sie nimmt ihre beiden Kinder
und verlässt ihren Mann. Aber: Das Leben im Frauenhaus ist nicht
einfach, Familie und Verwandte distanzieren sich von ihr, der Mann hat
Behörden und Gerichte auf seiner Seite und bedroht sie und die
Kinder.
Gleichzeitig plagen Serpil immer wieder Zweifel, sie trägt schwer
an der Einsamkeit, der Trauer und der Wut. Doch sie kämpft und
ist heute froh darüber, so gehandelt zu haben, dass sie und ihre
Kinder aufrecht im Leben stehen.
Gegen sexuelle Gewalt!!!
Die verlorenen Söhne
Plädoyer für die Befreiung
des türkisch-muslimischen Mannes
von Necla Kelek, 217 Seiten, Kiepenheuer
& Witsch, März 2006, ISBN: 3462036866
Kurzbeschreibung
Warum sind so viele muslimische und türkische Jungen Schulversager?
Warum sitzen so viele Muslime in deutschen Gefängnissen? Sind nur
soziale Benachteiligung und mangelnde Bildungschancen die Ursache dafür?
Oder auch die türkisch-muslimische Erziehung und die archaischen
Stammeskulturen einer sich ausbreitenden Parallelgesellschaft?
Das schwache Geschlecht - die
türkischen Männer. Zwangsheirat, häusliche Gewalt, Doppelmoral
der Ehre
von Ahmet Toprak, 187 Seiten -
Lambertus- Verlag, November 2005, ISBN: 3784116094
Klappentext
Ist Zwangsheirat nur ein Thema der türkischmuslimischen
Frauen oder betrifft es auch die Männer? Im Kontext der Zwangsehe
ist das öffentliche und politische Augenmerk auf die Frauen gerichtet
und die Männer werden kaum thematisiert. Was aber denken sie über
Zwangsehen, Familiengründung, innerfamiliäre Kommunikation,
Sexualität, Gewalt in der Ehe sowie sexuelle Gewalt in Form von
Vergewaltigung? Diese Themen sind aus Sicht der Männer nie beleuchtet
worden, weil sie die türkisch-muslimische Community tabuisiert.
Der Autor rollt das Thema Zwangsheirat aus Sicht türkischer Männer
der zweiten und dritten Generation auf. Er befragt Männer, die
in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind, aber ihre Ehefrauen bewusst
in der Türkei aussuchen.
Mich hat keiner gefragt
von Ayse, 256 Seiten, Blanvalet,
August 2005, ISBN: 3764502118
Zur Ehe gezwungen – eine
Türkin in Deutschland erzählt
Vorwort: Serap
Çileli
Nachwort: Terre des Femmes
Erscheint im August 2005!
Kurzbeschreibung
Ein erschütterndes Frauenschicksal – mitten unter uns, hier
in Deutschland
"Mit elf war ich verlobt, mit vierzehn verheiratet. Nein, gefragt
hat mich niemand. Mein Vater kam eines Tages aus dem Kaffeehaus und
teilte mir mit, dass ich jetzt mit Mustafa, meinem Cousin, verlobt sei
und ihn bald heiraten würde, und das war’s. Meine Mutter
hat damals viel geweint, aber geholfen hat sie mir nicht."
Die Türkin Ayse ist vierzehn Jahre alt, als sie mit ihrem Cousin
Mustafa verheiratet und zu dessen Familie nach Deutschland geschickt
wird. Schon vor der Hochzeit wird sie von Mustafa brutal vergewaltigt.
Und auch nach der Trauung muss Ayse häufig Schläge und sexuelle
Willkür erdulden. Was sie in der Fabrik und durch Heimarbeit verdient,
fließt direkt auf das Konto der Schwiegermutter. Mit fünfzehn
bringt sie ihren ersten Sohn zur Welt, und bereits zwei Wochen nach
der Entbindung muss sie wieder in der Fabrik am Fließband stehen.
Mustafa hingegen arbeitet nur sporadisch. In neunzehn Ehejahren bringt
Ayse vier Kinder zur Welt. Sie spricht nur gebrochen deutsch und lebt
völlig isoliert, ohne Freunde. Als Mustafa sie eines Nachts halbtot
schlägt, flieht Ayse schließlich in ein Frauenhaus. Und wagt
dort das Undenkbare: Sie reicht die Scheidung ein. Daraufhin entführt
Mustafa die beiden jüngeren Kinder in die Türkei. Ein ganzes
Jahr dauert es, bis sie ihre Kinder wieder findet.
Heute hat Ayse die Hölle
ihrer Ehe aus eigener Kraft hinter sich gelassen. Ihre Geschichte erschüttert
zutiefst – doch sie ist kein Einzelfall: Ähnlich Tragisches
ereignet sich immer wieder – in unserer engsten Nachbarschaft.
Über den Autor
Ayse wurde 1964 im anatolischen Dorf Ballidere geboren. 1978 wurde sie
nach Deutschland zwangsverheiratet. Inzwischen ist sie geschieden und
lebt mit zwei ihrer vier Kinder in der Nähe von München.
Ich wollte nur frei sein
von Hülya Kalkan, 220 Seiten
- Ullstein Hc, September 2005, ISBN: 3550078587
Erscheint im September 2005!
Kurzbeschreibung
Hülya Kalkan wollte sich nicht mit einer arrangierten Ehe in die
Türkei abfinden. Sie wollte dort, wo sie aufgewachsen ist, mitten
in Deutschland, ihr eigenes Leben leben. Ihr gelingt es der Zwangsheirat
zu entkommen. Doch ihre schwerste Prüfung steht ihr noch bevor:
ihre geliebte kleine Schwester Esma wird hinter den Mauern einer strengen
Koranschule festgehalten und Hülya erfährt, dass jetzt auch
ihre Schwester heiraten soll. Hülya nimmt ihren ganzen Mut zusammen
und fährt in die Türkei, um ihre Schwester zu finden und zu
befreien.
Über den Autor
Hülya Kalkan wurde 1979 in der Nähe von Stuttgart geboren.
Mit fünf mußte sie das erste Mal für ein paar Wochen,
mit dreizehn dann für eineinhalb Jahre in die Türkei - in
eine strenge Koranschule im Heimatdorf ihrer Mutter. Mit siebzehn soll
sie in der Türkei verheiratet werden. Sie widersetzt sich, wird
verstoßen und findet Zuflucht in einem Frauenhaus.
Lolita lesen in Teheran
von Azar Nafisi, 424 Seiten –
Dva, August 2005, ISBN: 3421058512
Erscheint im August 2005!
Kurzbeschreibung
Als die iranische Literaturprofessorin Azar Nafisi den Schleier nicht
länger tragen will, wird sie von der Universität Teheran verwiesen
- und erfüllt sich einen Traum. Zwei Jahre lang kommen sie und
sieben ihrer besten Studentinnen jeden Donnerstagmorgen heimlich zusammen,
um verbotene Klassiker der westlichen Literatur zu lesen. Mit der Lektüre
von Nabokov, Austen, James und Fitzgerald schaffen sie sich Freiräume
in der ihnen aufgezwungenen Enge der Islamischen Republik Iran. Aus
verstohlen in ihr Haus huschenden schwarz verschleierten Schatten werden
junge Frauen in Jeans und bunten Kleidern. Sie öffnen sich in der
Diskussion über die literarischen Werke und beginnen die eigene
Realität, der gegenüber sie sich lange sprachlos und ohnmächtig
fühlten, zu hinterfragen und zu verändern.
Stimmen zu diesem Buch: "Ich
war bezaubert und bewegt von Azar Nafisis Geschichte, wie sie und -
mit ihrer Hilfe - andere sich dem radikalen Kampf des Islam gegen Frauen
widersetzten." (Susan Sontag)
"Famos ... Alle sollten es
lesen." (Margaret Atwood)
"Erinnerungen über das
Unterrichten von westlicher Literatur im revolutionären Iran, mit
tiefen und faszinierenden Einblicken in beides. Ein Meisterwerk:"
Bernard Lewis.
Allahs Frauen - Djihad zwischen
Scharia und Demokratie
von Hans-Peter Raddatz, 280 Seiten,
Herbig, September 2005, ISBN: 3776624485
Klappentext
Erst die Häufung so genannter Ehrenmorde ließ die Öffentlichkeit
aufhorchen: Muslimische Frauen leben mitten in Europa als unterdrückte
Minderheit. Sie unterliegen der Scharia, dem islamischen Recht, das
die Frau als minderwertig betrachtet. Sichtbares Zeichen von Gehorsam
und uneingeschränkter Verfügbarkeit ist ihre Verhüllung.
Anhand der Lebensbedingungen im Islam hinterfragt das Buch kulturelle
Zwänge, die mit dem Verzicht auf Grundrechte wie Menschenwürde,
Gleichberechtigung und Religionsfreiheit an den Wurzeln der Demokratie
rühren. Um der Gefahr, die von Parallelgesellschaften ausgeht,
zu begegnen, fordert der Autor engagiert die Integration der muslimischen
Frauen in unser Rechtssystem.
Aus dem Inhalt:
- Die Geschichte der Frauen im Islam - Zuwanderung: Scharia im demokratischen
Rechtsstaat? - Aktuell: Muslimische Frauen in der Türkei, in Deutschland
und Europa
Allahs Schleier - die Frau im
Kampf der Kulturen
von Hans-Peter Raddatz, 472 Seiten,
Herbig, Februar 2004, ISBN: 3776623667
Rheinischer Merkur, 29. Januar 2004
"Der Orientalist und Systemanalytiker
Hans-Peter Raddatz hat nach den Bänden "Von Gott zu Allah"
und "Von Allah zum Terror?" nun den dritten Band seiner Islam-Trilogie
vorgelegt: "Allahs Schleier. Die Frau im Kampf der Kulturen".
Raddatz geht das Thema breit an und bietet im ersten Abschnitt "Die
Frau in den Mythen" Voraussetzungen für das Verständnis
der Geschlechterdifferenzierung, die sich in den Kulturkreisen sehr
unterschiedlich vollzogen hat und noch heute vollzieht. In den weiteren
Abschnitten des Buches "Die Frau im 'alten' Islam", "Die
Frau in Europa" und "Die Frau in 'neuem' Islam" gibt
der Autor ein differenziertes Bild von der Rolle, die die Frau vor dem
jeweiligen kulturellen und religiösen Hintergrund zu spielen hat.
Der kritische Blick richtet sich nicht nur gegen Islam. Auch in der
westlichen Welt lebten männliche Eliten lange Zeit auf Kosten der
Frau, zieht sich Frauenverachtung durch die Geschichte."
Junge Freiheit, 30. Januar 2004
"Allahs Schleier" ist
ein umfassender Vorhang, der den Mann und die Macht von der Frau trennt
ihr eine niedrigere Existenz zuweist. Ähnlich wurde einst auch
bei uns die Frau in den Bereich der bösen Begierde verwiesen. Es
entsteht ein vielseitig abgestütztes und mit zahlreichen Beispielen
unterlegtes Erklärungsmodell, welches den "Schleier Allahs"
im Verhalten westlicher "Dialogisten", insonderheit des deutschen
Proislamismus, plausibel zu erklären hilft."