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Buch - Tipps
 
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„Die Töchter Allahs“
Von Geraldine Brooks; Btb Bei Goldmann, 2002; 348 Seiten; ISBN: 3442729998.

Geraldine Brooks arbeitete lange Jahre als Auslandskorrespondentin in der islamischen Welt und erwarb sich allmählich das Vertrauen von Frauen, die sonst durch ihren Tschador vor den Augen westlicher Beobachter verborgen sind. Diese Frauen gehören allen Bevölkerungsschichten an - angefangen von Jordaniens Königin Noor über die Tochter Khomeinis bis zu eritreischen Guerillafrauen und Studentinnen der Universität Gaza. Aber überall stößt die Journalistin an die Grenzen weiblicher Entfaltungsmöglichkeiten, da der Islam in vielen Ländern noch immer mit einer weitgehenden Unterwerfung der Frau einhergeht. Sie findet jedoch auch Betroffene, die zur Rebellion bereit sind, mutige Frauen, die sich den bestehenden Verhältnissen nicht beugen wollen. So ist dieses Buch zugleich eine Bestandsaufnahme und ein Plädoyer für den Kampf um Gleichberechtigung.


„Wo mein Mann zuhause ist“
Tagebuch einer Übersiedlung in die Türkei.
Von Barbara Yurtdas; Buch & Media, 2002; 175 Seiten; ISBN: 3935877366.

Aus Tagebuchaufzeichnungen und Briefen entsteht ein Alltagsbild des Morgenlandes, deren Autorin, eine Münchner Lehrerin, sich mit ihrer Familie in einer türkischen Kleinstadt wider findet und aufgrund der dortigen Zustände einen Kulturschock erleidet. Zurück in die Türkei! Das ist drohende Aufforderung an die lästigen Fremden, deren Arbeitskraft zurzeit entbehrlich scheint. Zurück in die Türkei! Das ist auch Wunschziel unzähliger Familien, die sich bei uns unbehaglich fühlen, die in der harten Plackerei nur einen Sinn sehen, wenn sie dafür schließlich in der Heimat ein besseres Leben führen können.
Die konkreten Umstände und Folgen einer solchen Rückkehr beschreibt eine Münchner Lehrerin, die mit ihrem türkischen Ehemann und ihren beiden Söhnen in eine Kleinstadt in Thrakien übersiedelt. Sie schildert den Schock der Armut, die enttäuschten Hoffnungen, die Beschränkungen des traditionellen Frauenlebens. Sie erklärt die Rätsel der verschlungenen Familienbeziehungen und die ungeschriebenen Gesetze, die die Nachbarschaft regeln. Aus Tagebuchaufzeichnungen und Briefen entsteht ein Alltagsbild des Morgenlandes, eine sehr persönliche Darstellung von Auswanderung und Eingliederung in eine fremde Welt.


„Verstoß = Liebe“
Tagebuch einer türkisch-deutschen Liebesbeziehung.
Von Hülya Ates, Fabian Fatih Goldbach; BoD GmbH, Norderstedt, 2002; 176 Seiten; ISBN: 3831136033.

Liebe in den Zeiten der Grenzöffnungen und vordergründigen interkulturellen Toleranz – zwei junge Menschen begegnen sich mit all der Offenheit und aller Aufrichtigkeit, zu der nur die Jugend fähig ist. Es entsteht eine Liebe, die aus einem Roman sein könnte: ohne Vorbehalte, klar, fröhlich, begeistert und ausschließlich. Zwei Menschen finden ihre ganz persönliche Insel und damit gehört ihnen die Welt.
Soweit eine ganz normale, wenn auch hinreißende Geschichte. Doch etwas haben Hülya und Fabian übersehen: sie leben nicht auf einer Insel. Es gibt Menschen um sie, es gibt mehr als eine Kultur, und es gibt Fundamentalismus. Hülya ist Türkin, Fabian ist Deutscher, beide sind Muslime, beide machen eine Berufsausbildung. Doch die Realität holt sie grausam ein. Es ist die Realität des kulturellen Hasses, der Verblendung, der Verständnislosigkeit, bis hin zur Bedrohung, zur Ausgrenzung, zur Eskalation von blinder Wut und Gewalt. Die Gründe? Die sind so vielschichtig wie die Facetten der Kulturen selbst. Aber dennoch – und hier beginnt das Verblüffende, das stumm Machende, und das Befreiende: denn es gibt ein Mittel, diese Schlucht von Hass und Vorurteilen zu überspringen: die Liebe. Es ist kaum vorstellbar, doch die Liebe gibt den beiden die Kraft. Sie stellen sich dem Leben, sie halten einander fest, sie sagen trotzig: und jetzt erst recht.
Verstoß= Liebe ist die Geschichte der Liebe. Die Geschichte der Macht, die einzig und allein fähig ist, Grenzen und Vorurteile und Unterschiede zu überwinden, ja sie zunichte zu machen. Dieses Buch gibt Mut, in diesen Zeiten, wo manchmal alles aussichtslos scheint: Mut, weil das Richtige nur aus dem Herzen getan werden kann.


„Ausgrenzung oder Chance?!“
Eine Studie über türkische Mädchen und junge Frauen, die aus der Familie geflüchtet sind und ihre ersten selbständigen Schritte in der Obhut einer anonymen Wohngemeinschaft unternehmen. Von Elisabeth Timmermann; Verlag: Elisabeth Timmermann, Stuttgart; Buch, 148 Seiten; BoD, Juni 2000; Bestell-Nr. 324909.

Das Anliegen dieser Studie besteht darin aufzuzeigen, wie die aus der Familie geflüchteten jungen Türkinnen ihr neues Leben in der Obhut der anonymen Wohngemeinschaften meistern und welche Lebensperspektiven ihnen offen stehen. Es kommen Türkinnen der "zweiten Generation" zu Wort. Auf der Grundlage von Interviews wird ihre Situation anschaulich dargestellt. Aus unterschiedlichsten Gründen von zu Hause geflüchtet, leben sie in anonymen Wohngemeinschaften oder haben dort gelebt. Sie sind hier geboren und aufgewachsen oder kamen im Säuglings- oder Kleinkindalter nach Deutschland. Ihre Eltern kamen oft ohne Vorbereitung, häufig aus ländlichen Regionen, aus der Türkei in die Bundesrepublik Deutschland, die Töchter wuchsen hier im Aufnahmeland auf.


„Islamische Zuwanderung“
Die gescheiterte Integration.
Von Bassam Tibi; Buch, 380 Seite; Geb, März 2002; Bestell-Nr. 435768.

Können wir nach dem 11. September weiterhin friedlich mit islamischen Glaubensanhängern zusammenleben? Die Debatte um ein neues Einwanderungsgesetz wurde stets von neuem vertagt. Jetzt findet sie unter anderen Vorzeichen statt, weil die in Deutschland leben Muslime ins Kreuzfeuer geraten sind. Ein Plädoyer für eine Politik mit Augenmaß ist überfällig.Im Zuge der Globalisierung hat die Thematik der islamischen Zuwanderung ein neues Ausmaß erreicht. Aus armen, überbevölkerten Regionen hat sich eine Wanderungsbewegung in Gang gesetzt, die auch Vertreter politischer Bewegungen nach Deutschland bringt. Von solchen Gruppen ging in Deutschland die Vorbereitung für die Terrorattentate in den USA aus.
Bassam Tibi plädiert für eine Einwanderungspolitik, die Ausländer auch mittels einer demokratischen Bürgeridentität integriert. Die Attentäter, die den Anschlag auf das World Trade Center verübt haben, waren nicht integriert, sonst hätten sie keine anti-westlichen Einstellungen ausgebildet. Integration ist, so Tibi, mehr als eine verordnete Rhetorik der Fremdenliebe.


„Muslimische Religiosität und Erziehungsvorstellungen“
Von Yasemin Karakasoglu-Aydin; 478 Seiten; August 2000; Bestell-Nr. 328453.

Eine empirische Untersuchung zu Orientierungen bei türkischen Lehramts- und Pädagogik-Studentinnen in Deutschland


„Alltag und Lebenswelten von Migranten jugendlichen“
Von Iman Attia, Helga Marburger; 231 Seiten; Mai 2000; Bestell-Nr. 298910.


„Die ausländische Familie“
Ihre Situation und Zukunft in Deutschland.
Von Konstantin Lajios; 160 Seiten; Dezember 1998; Bestell-Nr. 12079.


„Die Frau in der türkischen Gesellschaft“
Von Nermin Abadan-Unat; 347 Seiten; 1993; 2. A.; Bestell-Nr. 79781.


„Groáe Reise ins Feuer“
Die Geschichte einer deutschen Türkin.
Von Seyran Ates; 320 Seiten; März 2003; Bestell-Nr. 510286.


„Hennamond“
Mein Leben zwischen zwei Welten.
Von Fatma B.; 223 Seiten; Peter Hammer Verlag, 2000; ISBN: 3872948156.

Fatma ist neun, als sie mit ihrer Familie von Ostanatolien nach Deutschland kommt. Die Welt, aus der sie stammt, ist eine Männergesellschaft. Frauen werden lediglich nach ihren Fähigkeiten in Sachen Hausarbeit und Kindererziehung gemessen. Prügel und Gewalt stehen an der Tagesordnung. Doch auch in der offenen deutschen Gesellschaft bessert sich Fatmas Lage kaum: In der Schule ist sie die junge aufgeklärte Frau, zu Hause wartet der tyrannische Vater. Als sie zur Hochzeit mit ihrem ungeliebten Cousin gezwungen werden soll, riskiert sie die Flucht.


„Informationen für binationale Paare, Türkei“
Von Ute Hezel-Eren, Hildegard Kammer, Barbara Selimoglu, Cornelia Spohn; 139 Seiten; Brandes & Apsel, 2002; ISBN: 3860992333.
Mit diesem Buch werden ihre Fragen beantwortet.

 
 

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