Mein Schmerz trägt deinen
Namen
Von Hanife Gashi und Sylvia Rizvi;
Verlag Rowohlt, Reinbek; Januar 2005; Seiten 256;
ISBN: 349802499X
„Meine Tochter Ulrika ist
tot. Ihr Vater hat sie getötet. Sie war erst Sechzehn. Ja, nicht
nur in fernen Ländern, auch mitten in Deutschland werden Frauen
und Mädchen aus Gründen der Ehre getötet. Deshalb erzähle
ich Ulrikas Geschichte. Es ist auch die Geschichte meiner Ehe. Sie begann
mit einer Zwangsheirat im Kosovo. Mein Buch soll alle Frauen warnen.
Verbergt eure blauen Flecken nicht unter langärmeligen Blusen oder
Schminke, heuchelt nicht vor der Haustür Harmonie, wenn dahinter
die Hölle lodert! Das ist Ulrikas Vermächtnis.“ (Hanife
Gashi)
Islam im Alltag
Islamische Religiosität und
ihre Bedeutung in der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern
türkischer Herkunft
Von Necla Kelek; Verlag- Waxmann;
Juni 2002; Bd. 7; Seiten 198;
ISBN: 3830911696
Die fremde Braut
Von Necla Kelek; Verlag Kiepenheuer
& Witsch; Januar 2005; 272 Seiten;
ISBN: 3462034693
Eine Türkin in Deutschland
erklärt, woran die Integration immer wieder scheitert
Kurzbeschreibung:
Eine Geschichte von Liebe und Sklaverei, von Ehre und Respekt und von
dem wichtigsten Ereignis im Leben einer türkischen Familie: der
Hochzeit. Dieses sehr persönliche Buch ist ein Schlüssel zum
Verständnis der türkisch-islamischen Kultur und räumt
mit Multi- Kulti- Illusionen auf.
Zeynep ist 28 Jahre alt, Mutter
von drei Kindern und lebt seit zwölf Jahren in Hamburg. Sie versorgt
den Haushalt ihrer Großfamilie und spricht kein Wort Deutsch.
Die Wohnung verlässt sie nur zum Koranunterricht. Sie ist eine
»Import-Gelin«, eine Importbraut, eine moderne Sklavin.
Tausende junger türkischer Frauen werden jedes Jahr durch arrangierte
Ehen nach Deutschland gebracht. Die demokratischen Grundrechte gelten
für sie nicht, und niemand interessiert sich für ihr Schicksal.
Die türkisch-muslimische Gemeinde redet von kulturellen Traditionen,
beruft sich auf Glaubensfreiheit und grenzt sich von der deutschen Gesellschaft
ab. Und findet dafür Verständnis bei den liberalen Deutschen,
die eher bereit sind, ihre Verfassung zu ignorieren als sich den Vorwurf
der Ausländerfeindlichkeit machen zu lassen.
Necla Kelek, Türkin mit deutschem
Pass, deckt die Ursachen dieses Skandals auf. Sie ist in die Moscheen
gegangen und hat mit den »Importbräuten« gesprochen,
sie forscht den Traditionen nach und zeigt, wie sich die Parallelgesellschaft
verfestigt, an der die Integration immer wieder scheitert. Sie erzählt
von ihrem Urgroßvater, einem Tscherkessen, der mit dem Verkauf
von Sklavinnen an den Harem des Sultans zu Reichtum kam. Ihr Großvater
raubte als Partisan seine junge Frau; der Vater kaufte seine Frau für
zwei Ochsen und wurde als einer der ersten Türken »Gastarbeiter«
in Deutschland. Und sie erzählt von ihrem eigenen Weg in die Freiheit.
Hier will ich leben
Von Sonay A., Sonay A., Andreas Matle; Bertelsmann, München; Januar
2002; Seiten 283; ISBN: 3570122565
Kurzbeschreibung
Sonay und ihre Schwester Ilkay sind in Deutschland aufgewachsen; hier
sind die beiden Türkinnen zu Hause, hier haben sie ihre Freunde.
Eines Tages beschließen sie, aus der Enge des Elternhauses auszubrechen
und zusammen eine eigene kleine Wohnung zu beziehen. Eine Entscheidung,
die der Vater nicht akzeptieren kann. Um sie den westlichen Kultureinflüssen
zu entziehen, entführt er sie nach Zypern, raubt ihnen die Pässe
und will sie mit türkischen Männern verheiraten. Den beiden
Schwestern bleibt nur der Ausweg, zu fliehen und mit den Eltern zu brechen.
Klappentext
Die junge Sonay betrachtet Deutschland als ihre Heimat. Als der Vater
sie in die Türkei zurückschicken will, widersetzt sie sich
hartnäckig. Doch unter dem Druck der Familie läßt der
Vater sich schließlich zu einer dramatischen Tat hinreißen:
Er entführt seine Tochter nach Zypern, um sie dort mit einem türkischen
Mann zu verheiraten. Sonay bleibt nur eine Wahl - mit der Familie zu
brechen und sich ihren eigenen Weg zu erkämpfen.
Jahrbuch Menschenrechte 2005
Hrsg.: Deutsches Institut für
Menschenrechte, Volkmar Deile, Franz-Josef Hutter, Sabine Kurtenbach
und Carsten Tessmer; Suhrkamp-Verlag, Frankfurt/Main 2004;
ISBN: 3-518-45650-4
Themenschwerpunkt: Durchsetzung
der Menschenrechte von Frauen
"Frauenrechte durchsetzen!"
ist der Themenschwerpunkt des Jahrbuchs Menschenrechte 2005. Anhand
ausgewählter Themen und Länder analysieren die Autorinnen
Probleme und (Teil-)Erfolge bei der Durchsetzung von Frauenrechten.
Dabei ist es ein besonderes Anliegen des Jahrbuches zu zeigen, dass
den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechten von Frauen
eine große Bedeutung für die Verwirklichung aller Menschenrechte
zukommt.
Der Aufbruch
Von Irshad Manji; Eichborn Verlag;
September 2003; 223 Seiten; ISBN: 3821855673
Rezensionen
Aus der www.amazon.de
- Redaktion
Lesbisch, jung
und selbstbewusst und trotzdem gläubige Muslimin: Warum soll das
miteinander unvereinbar sein? Irshad Manji, eine in Kanada lebende Fernsehjournalistin
mit Vorfahren aus Pakistan, hat genug von starrsinnigen Fundamentalisten.
In einem offenen Brief an ihre Glaubensgenossen in der ganzen Welt plädiert
sie flapsig, frech und provozierend für einen Islam, der zum 21.
Jahrhundert passt. Schluss mit dem Kopftuchzwang, lautet eine ihrer
Forderungen. In den Sandstürmen Arabiens war der Schleier wichtig.
Doch außerhalb der Wüste hat die Verhüllung für
Irshad Manji nichts zu suchen: Was der Koran den Frauen des Propheten
vorschreibt, muss schließlich nicht für alle Frauen gelten.
Wie bei vielen anderen Fragen, lässt der Koran hier einen Interpretationsspielraum,
den man für eine Modernisierung des Islam benutzen kann. Doch Irshad
Manjis Forderungen gehen noch viel weiter: Schluss mit dem Selbstmitleid
und der Beschuldigung des Westens. Schuld an der Krise des Islam seien
nicht die USA, sondern "das Krebsgeschwür beginnt bei uns".
In den meisten Bürgerkriegen dieser Welt bekämpften sich schließlich
Muslime mit Muslimen. Und was das Thema Israel betrifft: Schluss mit
der Heuchelei. Die meisten arabisch-muslimischen Länder behandelten
die Palästinenser in Wirklichkeit nämlich noch schlechter
als die Israelis. Irshad Manjis Plädoyer für einen aufgeklärten
und selbstkritischen Islam ist eine polemisch-provokante Streitschrift,
die sich vor allem an andere Muslime richtet. Aber auch für den
nicht-muslimischen Leser ist das Buch von Interesse: Es erlaubt einen
Blick auf einen jungen, liberalen und pro-westlich ausgerichteten Islam,
der hier zu Lande oft nicht wahrgenommen wird. --Bernhard Wörrle
Frauen und die Scharia
– Die Menschenrechte im Islam
Ab September 2004
im Buchhandel:
Das neue Buch zum Thema
"Frauen im Islam" von Dr. Christine Schirrmacher und Prof.
Dr. Ursula Spuler- Stegemann
Das Buch wird ab September 2004 unter der ISBN
3-7205-2527-9 zum Preis von voraussichtlich EUR 19,95 erhältlich
sein, als gebundenes Buch mit Schutzumschlag und etwa 256 Seiten.
Sie können das Buch jetzt schon in Ihrer Buchhandlung oder beispielsweise
bei www.amazon.de
vorbestellen.
Deutschland
(Institut für Islamfragen, 02.07.2004, mm) Das renommierte Verlagshaus
Hugendubel/Diederichs veröffentlich im September 2004 ein Buch
zu einem der wichtigsten Themen der Islamwissenschaft. Unter dem Titel
"Frauen und die Scharia - Die Menschenrechte im Islam" werden
die beiden führenden Scharia- Expertinnen Dr. Christine Schirrmacher
und Prof. Dr. Ursula Spuler- Stegemann schildern, mit welchem Recht
Frauen im Islam unterdrückt oder gar ermordet werden. "Zwischen
Kopftuchstreit und Ehrenmord", wie Diederichs die Werbung für
das Buch überschreibt, ist ein kompetentes "Hintergrundbuch
zu den Romanbestsellern über Schicksale muslimischer Frauen"
zu erwarten, das einen "Überblick zur unterschiedlichen Auslegung
der Scharia in der Welt" geben und mit "Geschichten des Widerstands
von Frauen" aufwarten will. Frauenbeschneidung, Zwangsehen, Steinigung,
Ehrenmorde - das sind nur die Spitze des Eisbergs einer umfassenden
Vorenthaltung von fundamentalen Frauenrechten "im Namen der Scharia".
Verbreitet sind Umstände, in denen "Politiker, Juristen, Theologen
und männliche Familienmitglieder", stets "unter Berufung
auf das Erb-, Ehe- und Zeugenrecht", den muslimischen Frauen "grundlegende
Menschenrechte" vorenthalten und "die untergeordnete Rolle
in Familie und Gesellschaft" festschreiben. Die Autorinnen befassen
sich seit langem mit den Rechten der Frauen im Islam. Sie sind vertraut
mit den Bestimmungen der Scharia, mit der jeweiligen Praxis in den islamischen
Ländern sowie in der Diasporasituation, wie sie etwa für Muslime
in Deutschland und anderen westlichen Ländern gegeben ist. Sie
kennen aber auch "mutige Frauen, die sich gegen ihre Verurteilung
durch die Scharia wehren".
Dr. Christine Schirrmacher ist wissenschaftliche Leiterin des Instituts
für Islam-Fragen der Deutschen Evangelischen Allianz und unterrichtet
das Fach "Islam" am Martin- Bucer- Seminar. Sie studierte
Islamwissenschaft, Geschichte und Vergleichende Religionswissenschaft.
Prof. Dr. Ursula Spuler- Stegemann lehrt Religionsgeschichte und Türkisch
an der Marburger Philipps-Universität. Sie studierte Orientalistik,
Semistik, Vergleichende Religionswissenschaft sowie Germanistik.
Link: http://www.islaminstitut.de
„Souad"
Bei lebendigem Leib
(Originaltitel: Brulle vive)
Von Souad und Anja Lazarowicz; Blanvalet Verlag GmbH; März 2004;
288 Seiten;
ISBN 3764501804
Die Überlebende
eines Ehrenmord-Anschlags berichtet!
Jährlich werden Tausende junger Mädchen und Frauen von Verwandten
getötet, weil sie angeblich die Ehre der Familie beschmutzt haben.
Souad aus dem Westjordanland überlebt. Für dieses Buch habe
ich meine Lebensgeschichte erzählt und dabei auch die verborgensten
Erinnerungen aus meinem Gedächtnis zu Tage gefördert. Das
war schwierig und schmerzhaft. Ich wünsche mir, dass dieses Buch
um die Welt geht und irgendwann auch in meine Heimat, das Westjordanland,
gelangt, wo es die Männer hoffentlich nicht gleich verbrennen.
Souad ist ein Pseudonym. Die Autorin muss sich auch heute noch verstecken.
Deshalb trägt sie zu ihrem Schutz in der Öffentlichkeit eine
Gesichtsmaske.
Souad ist siebzehn Jahre
alt, und sie ist schwanger. Für ihr Heimatdorf ein Skandal! Deshalb
hat ihre Familie beschlossen, sie zu töten, und ihren Schwager
beauftragt, das Urteil zu Vollstrecken. Als sie wenige Tage später
im Hof ein Feuer schürt, um Wasser zu erhitzen, nähert sich
ihr Schwager, übergießt sie mit Benzin und setzt sie mit
einem Streichholz in Brand bei lebendigem Leib. In den Augen der Dorfgemeinschaft
ist dieser Mann ein Held. Und seine Tat ist eine Sache der Ehre . Mehr
als 5000 Fälle weltweit werden jährlich dokumentiert, die
Dunkelziffer liegt jedoch viel höher.
Souad wurde wie durch ein Wunder gerettet. Nun hat sie sich entschlossen,
Zeugnis abzulegen. Um den Mädchen und Frauen ihre Stimme zu leihen,
deren Leben in Gefahr ist. Im Gedenken an die zahllosen Opfer, die nicht
so viel Glück hatten wie sie. Und um der Weltöffentlichkeit
dieses grausame Unrecht vor Augen zu führen.
„Ich bin eine deutsche Türkin"
Ferda ist Türkin, aber sie
ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Ihre Freundin Elke sagt,
Ferda sei eine deutsche Türkin, denn sie spricht beide Sprachen
und fühlt sich in Deutschland und in der Türkei wohl. Kurz
vor den Sommerferien, die sie wie jedes Jahr in der Türkei verbringen
werden, sagt Ferdas Vater: "Wenn wir nach Hause fahren, können
wir uns nach einem Verlobten für Dich umsehen." Damit ist
Ferda nicht einverstanden. Keinesfalls will sie einfach verheiratet
werden wie ihre ältere Schwester, und niemand soll über sie
bestimmen! Sie ist fünfzehn und möchte nach der Schule unbedingt
weiterlernen. Das zu akzeptieren fällt dem Vater schwer. Doch Ferda,
die manchmal selbst nicht weiß, wohin sie gehört, wird ihr
Leben trotz aller Vorurteile und Traditionen selbst in die Hand nehmen.
Von Ranka Keser; BELTZ GmbH, JULIUS
1995; 76 Seiten; ISBN: 3407787391
„Du fehlst mir, meine Schwester“
Mord um der Ehre willen: Ein ergreifender Tatsachenbericht aus Jordanien
Von Norma Khouri;
Originaltitel: »Honor Lost«, © 2003; Übersetzt
von Ulrich Hoffmann
Wunderlich im Rowohlt, März 2003; 352 Seiten ; ISBN: 3805207387
Seit Kindesbeinen sind Norma und
Dahlia enge Freundinnen. Die eine gehört der christlichen Minderheit
ihrer Heimatstadt Amman an, die andere lebt als Moslemin in der alten
Hauptstadt Jordaniens. In ihrem eigenen kleinen Frisiersalon genießen
die beiden einen Hauch von Freiheit, der ihnen sonst verwehrt sein würde.
Denn vordergründig wirkt das Leben in Amman modern und westlich,
in Wahrheit aber herrschen in der Millionenmetropole noch immer die
unerbittlichen Regeln der Wüstenbeduinen. Das bekommt Dahlia zu
spüren, als sie sich in einen Christen verliebt. Als der Vater
und die Brüder von dieser verbotenen Liebe Wind bekommen, wird
die junge Frau mit zwölf Messerstichen getötet. Norma flieht
nach dem Ehrenmord über Griechenland nach Australien, wo sie heute
Jura studiert und gegen die Praxis der Ehrenmorde in islamischen Ländern
kämpft. Auch mit ihrem Buch «Du fehlst mir, meine Schwester»,
das niemanden kalt lassen wird.
„Die verkauften
Bräute“
Türkische Frauen zwischen Kreuzberg und Anatolien.
Von Andrea Baumgartner- Karabak, Gisela Landesberger;
Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1980; (Rororo ; 4268 : rororo aktuell);
121 Seiten; ISBN: 3499142686
„Ich spucke auf
euch“
Bericht einer Frau am Punkt Null.
Von Nawal El Saadawi; - A. Kunstmann Verlag, München, 1984; 120
Seiten;
ISBN: 3888971098.
„Tschador. Frauen
im Islam“
Von Nawal El Saadawi, Suleman Taufiq (Herausgeber); Edition Con, Bremen,
1991;
220 Seiten; ISBN: 3885260158.
„Kein Platz im
Paradies“
Von Nawal el Saadawi; Edition Con, Bremen, 1992; 143 Seiten; ISBN: 3885261596.
„Eine Frau auf
der Suche“
Von Nawal El Saadawi; DTV, München, 1995; 152 Seiten; ISBN: 3423120371.
„Fundamentalismus
gegen Frauen“
Von Nawal El Saadawi; Hugendubel, Heinrich, Verlag, 2002; 235 Seiten;
ISBN: 3720523675.
Inhaltsverzeichnis:
Zorn und Hitze - Vorwort
Der unzivilisierte Kampf der Zivilisationen
Wanderin zwischen den Welten
Auf der Suche nach den wahren Farben der Dinge
Frauen und Islam
Der islamische Fundamentalismus und die Frauen
Der Einfluss fanatisch-religiösen Denkens:
Die Geschichte einer jungen Muslima
Fundamentalismus, einst Freund, jetzt Feind
Warum fragt man mich ständig nach meiner Identität?
Die..
„Aufstand im Haus
der Frauen“
Frauenforschung aus der Türkei.
Von Ayla Neusel, Sirin Tekeli, Meral Akkent;
Orlanda Frauenverlag, Berlin, 1991; 336 Seiten; ISBN: 3922166660.
„Situationsanalyse türkischer
Frauen in der BRD“
Von Sigrid Meske; Express Edition, Berlin, 1983; 120 Seiten; ISBN: 3885480298
„Identitätsprobleme
und Rollenkonflikte türkischer Frauen und Mädchen“
Beratung - Sozialarbeit - Schule
126 Seiten; Erscheinungsdatum: 1988; ISBN: 3892811598.