Mohammeds deutsche Töchter
von Hiltrud Schröter, Ulrike
Helmer Verlag, August 2002, ISBN: 3897411032
Kurzbeschreibung
Spannender als alle Heldensagen sind die Lebensgeschichten
jener Frauen afghanischer, pakistanischer, iranischer, türkischer,
tunesischer und marokkanischer Herkunft, die in diesem Buch zu Wort
kommen. Welche Wandlungen sie infolge ihrer Migration im Denken und
Handeln, in der Moral und der Religion durchlaufen, wird dabei in eingehender
Analyse herausgearbeitet. So unter-schiedlich diese Frauen auch sind,
deutlich wird, dass ihre Wege in dieselbe Richtung weisen: aus der islamisch
geprägten Tradition in die Moderne - weil die Frauen und Mädchen
es so wollen und sie Bildungsmöglichkeiten und Gesetze der BRD
für sich nutzen können. Sie wünschen sich die Anerkennung
ihrer Zugehörigkeit zu unserer Gemeinschaft; eine andere Heimat
haben sie nicht mehr. Der Wechsel von lebendiger Erzählung und
Analyse macht dieses Buch, zusammen mit einer exakten Analyse der Bekleidungsverse
im Koran, zu einer aufschlussreichen und anschaulichen Lektüre.
„Die Sultanin“
Die Macht der Frauen im Islam.
Von Fatima Mernissi; Luchterhand-Literaturverlag, 1991; 260 Seiten;
ISBN: 3630867626.
„Geschlecht. Ideologie.
Islam“
Von Fatima Mernissi; A. Kunstmann Verlag, München, 1987; 220 Seiten;
ISBN: 3888971217.
„Das Mädchen, das ich
war“
Die Autobiographie einer Kindheit.
Von Taslima Nasrin; Rowohlt Tb., 2000; 397 Seiten; ISBN: 3499609452.
Eine Kindheit im Islam
- Taslima Nasrins lebendige Erzählung führt ihre Leser in
eine fremde Welt, die bis heute fortbesteht, bevölkert von bösen
Geistern, brutalen Patriarchen und gottesfürchtigen Frauen. "Eine
Kämpferin, die nichts anderes will, als das Leben einer Frau des
21. Jahrhunderts zu leben." (L'Express)
„Lied einer traurigen Nacht“
Frauen zwischen Religion und Emanzipation.
Von Taslima Nasrin; Heyne, München, 1997; 237 Seiten; ISBN: 3453122984.
Sie ist eine der wenigen
authentischen Stimmen der Dritten Welt, die auch im Westen wahrgenommen
werden; ihr Schreiben ist engagiert im besten Sinne des Wortes. Es gelingt
der Autorin, den Kampf verzweifelter Existenzen um ein menschenwürdiges
Leben in einem fernen armen Land ganz konkret darzustellen und zu unser
aller Anliegen zu machen
„Scham. Lajja“
Von Taslima Nasrin; Fischer-TB.-Vlg.,Ffm, 1996; 302 Seiten; ISBN: 3596131537.
„Scham, Lajja“
ist ein dokumentarischer Roman, der den Leidensweg der hinduistischen
Familie Datta schildert. Nach Jahren des Ausharrens und Hoffens in Bangladesch
sieht sie keine Überlebenschance mehr und ihr bleibt nur noch der
Weg ins indische Exil. Dieses Buches wegen wurde Taslima Nasrin von
islamischen Fundamentalisten zum Tode verurteilt und schließlich,
wie ihre Romanfiguren, aus ihrer Heimat Bangladesch vertrieben.
Autorenporträt:
Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Nasrin, Taslima Bangladesch. Schriftstellerin *25.8.1962 Mymensingh
Schande, 1993 Aufgrund ihrer religionskritischen und feministischen
Schriften gehört Taslima Nasrin in ihrer Heimat Bangladesch zu
den prominentesten und zugleich umstrittensten Persönlichkeiten.
Weltweite Aufmerksamkeit erfuhr die Autorin, als islamische Fundamentalisten
1993 nach dem Erscheinen ihres Romans Scham zur Ermordung der Schriftstellerin
aufriefen. Die Tochter eines Arztes veröffentlichte bereits mit
13 Jahren erste Gedichte. Trotz ihrer literarischen Neigungen absolvierte
sie auf Drängen ihres Vaters ein Medizinstudium und arbeitete anschließend
als Anästhesistin im Medical College von Dhaka. Ihre dortigen Erfahrungen
mit Vergewaltigungsopfern und mit Frauen, die aufgrund der Geburt einer
Tochter die Scheidung befürchteten, führten zum publizistischen
Engagement der Autorin. In Zeitungsartikeln prangerte Nasrin die Rechtlosigkeit
der Frau in der islamischen Männergesellschaft an. Nachdem die
fundamentalistische Splittergruppe "Soldaten des Islam" nach
Erscheinen ihres Romans Scham ein Todesurteil wegen "Blasphemie"
gegen sie verhängt hatte, musste sich Nasrin versteckt halten.
Auf Einladung des schwedischen PEN-Clubs und mit Hilfe der schwedischen
Regierung ging sie 1994 ins Exil. Nach verschiedenen Stationen im Ausland
(Stockholm, Berlin, New York) kehrte sie 1998 in ihr Heimatland zurück,
wo sie sich erneut verstecken musste. Nasrin, die rund 20 Romane und
Gedichtbände in Bengali sowie zahlreiche Essays schrieb, veröffentlichte
1996 eine Abhandlung über Frauen zwischen Religion und Emanzipation
(Lied einer traurigen Nacht). In ihrer Lyrik verletzt die Autorin gezielt
die von der Männerwelt diktierten Sprach- und Verhaltensnormen
- insbesondere die sexuellen. Für ihr Werk und ihr politisches
Engagement wurde Nasrin mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihr Ansehen
bei der Kritik gründet sich weniger auf die literarische Qualität
ihrer Prosa als vielmehr auf ihre Offenheit und politische Courage.
Autobiografie: T. Nasrin, Das Mädchen, das ich war, 2000
„Taslima Nasrin. Der Mordaufruf
und seine Hintergründe“
Von Peter Priskil; Ahriman, Freiburg, 1994; 107 Seiten; ISBN: 3894844027.
Der Autor befasst sich
in seiner Studie mit dem schriftstellerischen Werk der mit dem Tod bedrohten,
ins Exil gejagten Autorin sowie mit den Ursachen und Hintergründen
ihrer Verfolgung. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der Roman 'Lajja'.
der kurz nach seinem Erscheinen in Bangladesch verboten wurde.
„400 Fragen zum Islam. 400
Antworten“
Ein Handbuch.
Von Yasar Nuri Öztürk; Grupello, 2001; 274 Seiten; ISBN: 3933749174.
Der Verlag über das Buch:
Plädoyer für einen modernen Islam:
»400 Fragen zum
Islam – 400 Antworten« bietet die Grundlage für eine
von Sachkenntnis getragene und vorurteilsfreie Auseinandersetzung der
westlichen Welt mit dem Islam. Öztürk stellt einen modernen
und liberalen Islam vor. Dabei stützt er sich auf die islamischen
Quellen und die Publikationen aus der islamischen Welt sowie westlicher
Orientalisten und Islamwissenschaftler.
In den vier Kapiteln »Die Grundlagen«, »Der Koran«,
»Das seelische und geistige Leben« und »Die Ethik«
werden sowohl grundlegende Themen als auch Fragen behandelt, die sich
mit detaillierten Problemen auseinandersetzen wie z. B. der Geburtenkontrolle,
Sexualität und Ehe. Aber auch Fragen zur Reinkarnation, zum Buddhismus
oder zum Begriff des »Übermenschen« bei Friedrich Nietzsche
werden erörtert. Das Buch bietet nicht nur »Einsteigern«,
die sich allgemein informieren wollen, sondern auch »Fortgeschrittenen«
in Sachen Islam eine unverzichtbare Lektüre.
Yasar Nuri Öztürk, geboren 1945, seit 1993 ordentlicher Professor,
Dekan der theologischen Fakultät der Universität von Istanbul,
Forschungsaufenthalte in zahlreichen Ländern des Nahen und Mittleren
Ostens, Afrikas ebenso wie in den USA, Korea und Japan, Arbeitsaufenthalt
an der Universität von Grenoble, Gastprofessur für Islamische
Philosophie und Mystik in New York; zahlreiche Publikationen auch auf
Arabisch, Französisch, Englisch und Persisch. Prof. Öztürk
ist der bekannteste zeitgenössische Theologe der Türkei mit
einem großen Einfluss auf breite Schichten der Bevölkerung,
z. B. mit einer täglichen Fernsehsendung und zahlreichen Büchern,
in hohen Auflagen.