"Women and Sexuality in Muslim
Societies"
Von Pinar Ilkkaracan; Herausgeber: Women for Women's Human Rights, Istanbul
2000.
Pinar Ilkkaracan arbeitet
als Psychotherapeutin und Geschlechterforscherin in Istanbul/Türkei.
Die Deutschsprechende Frauenrechtlerin begründete und leitet das
Netzwerk "Women for Women´s Human Rights", dem es im
Jahr 2001 gelang, im türkischen Familienrecht mehr Gleichheit zwischen
Mann und Frau zu verankern.
„Meine Liebe, Deine
Liebe“
Von Duygu Asena; die feministische Schriftstellerin; Roman; Piper München,
1994;
215 Seiten; ISBN: 3492117929
“Die Frau hat keinen Namen“
Von Duygu Asena; Piper, München, 1992; 174 Seiten; ISBN: 3492114857.
Das Buch erzählt
frech, unverblümt, mit Temperament und voll Zorn den Versuch einer
jungen Frau in der Türkei, es den Männern gleichzutun: In
Freiheit sich zu bewegen, "wie ein Mann" zu arbeiten, offen
und ohne gesellschaftliche Rücksichten die Liebe zu leben. Es ist
der autobiographische Bericht einer Frau in einer Gesellschaft, in der
die Frau keinen Namen hat, nur als Anhängsel des Mannes etwas gilt.
Schon als kleines Mädchen macht die Ich- Erzählerin die Erfahrung,
dass für Männer und Frauen zweierlei Maß gelten, dass
aus unerfindlichen Gründen Mädchen hart bestraft werden für
ein Verhalten, das bei Jungen durchaus toleriert wird, wenn nicht sogar
gelobt wird. Sie sieht, dass das Leben einer türkischen Frau Enge,
Unbeweglichkeit und Abhängigkeit bedeutet. Schon als junges Mädchen
entscheidet sich die Erzählerin zu leben wie ein Mann : frei und
rücksichtslos. Die junge Türkin hat alle gesellschaftlichen
Konventionen gegen sich, sie ist eine Einzelkämpferin, die die
bittere Erfahrung macht, dass sie nirgendwo - auch nicht bei ihren Geschlechtsgenossinnen
- auf Solidarität oder wenigstens Verständnis hoffen darf.
Und so lernt der Leser nachzuvollziehen, dass in derart traditionellen
Verhältnissen eine gute Portion Egoismus und rigoroser Entschiedenheit
die Bedingung dafür sind, sich als Mensch zu begreifen, wenn man
eine Frau ist.
Das Buch kam bereits im ersten Jahr seines Erscheinens in der Türkei
in die 40. Auflage und wurde dann als jugendgefährdend verboten.
„Ich leb' nicht mehr in
eurer Welt“
Von Sarah Aziz; Lübbe, 1994; 268 Seiten; ISBN: 3404613023.
Sarah stammt aus Jordanien
und ist in Deutschland aufgewachsen, in einer sehr traditionsbewussten
Familie. Als sie versucht, sich aus ihrer Ehe mit einem Cousin ihrer
Mutter zu befreien, geschieht eine Tragödie.
„Die Gotteskrieger und die
falsche Toleranz“
Von Alice Schwarzer (Herausgeber); Kiepenheuer & Witsch, 2002; 208
Seiten;
ISBN: 3462031058.
Als "Drehscheibe
des islamischen Terrorismus" gilt Deutschland Kennern seit Beginn
der 90er Jahre. Bereits 1996 warnte der damalige Verfassungsschutzpräsident
vor dieser "Gefahr Nr. 1". Doch niemand wollte ihn hören.
Erst nach den Attentaten in Amerika wachte man auch hierzulande auf.
Doch inzwischen leben Hunderttausende Anhänger eines Gottesstaates
auch in Deutschland - jeder dritte türkische Jugendliche ist für
die Einführung der Scharia, dieses blutige "Gottesgesetz".
Wie konnte es soweit kommen? Warum hat niemand diesen Kreuzzug im Namen
Allahs ernst genommen, solange "nur" Frauen die Opfer waren?
Und was haben "Schläfer" in Hamburg mit dem Kosovo zu
tun? In diesem Buch geht es um die falsche deutsche Toleranz und ihre
fatalen Folgen und um die Talibanisierung ganzer Kontinente. Es schreiben:
SchriftstellerInnen, JournalistInnen, WissenschaftlerInnen, u.a.: Elisabeth
Badinter über "den verschleierten Verstand", Johannes
von Dohnanyi über "das Einfallstor Balkan", Cornelia
Filter über "die deutsche Fundi-Connection", Heiner Geißler
über "den Ursprung Frauenfeindlichkeit", Prof. Wilhelm
Heitmeyer über "die verpasste Integration", Robin Morgan
über "die Symbiose von Männlichkeit und Terrorismus",
Prof. Bassam Tibi über "die deutsche Fremdenliebe", Gabriele
Venzky über "die Talibanisierung Vorderasiens".
„Gefangen hinter dem Schleier“
Von Hala Sulima; Heyne 2002; ISBN: 3453868285.
Der Verlag über
das Buch: Zwei
Schwestern kämpfen für die Frauen Afghanistans:
"Lesen Sie dieses erschütternde Buch. Es erzählt äußerst
eingängig die tragische und dennoch heroische Geschichte zweier
Frauen. Die beiden werden Ihnen unvergesslich bleiben." (Elie Wiesel,
Friedensnobelpreisträger)
„Das verbotene Gesicht.
Mein Leben unter den Taliban“
Von Latifa, Chekeba Hachemi (Mitarbeiter); Schröder, München,
2001; 247 Seiten;
ISBN: 3547758408.
Zunächst wehrt sich
Latifa gegen die von den Taliban erlassenen Vorschriften, doch ihr Entsetzen
über die neue Unfreiheit weicht bald panischer Angst. Denn Prügelstrafen
für kleinste Vergehen und öffentliche Demütigungen untermauern
die rabiate Herrschaft der Taliban. Latifa kämpft gegen die überwältigenden
Gefühle von Hilflosigkeit und Verzweiflung. Mutig gründet
sie eine illegale Schule für junge Mädchen bei sich zu Hause.
Bis sie vor der Unterdrückung in ihrer Heimat fliehen kann.
Mit schmerzhafter Deutlichkeit beschreibt Latifa, wie ihre Welt zerstört
wurde im Namen einer fanatischen Weltanschauung. Ihre Stimme fängt
eine verlorene Hoffnung ein, die ihre Überzeugung vom Recht auf
ein Leben in Freiheit wiedergibt
„Graue Wölfe
heulen wieder. Türkische Faschisten und ihre Vernetzung in der
BRD“
Von Fikret Aslan (Mitarbeiter), Kemal Bozay (Mitarbeiter); Unrast 2000;
268 Seiten; ISBN: 3897710048.
Dieses Buch beschreibt
die Entwicklung des türkischen Nationalismus von der jungtürkischen
-Revolution- bis zum heutigen Tag
„Gefangen im Land
des Vaters“, ich wurde nach Pakistan entführt.
Von Nasima Nazar und Maria Nazar; Schröder, München 2002;
288 Seiten;
ISBN: 354771012X.
Mit neun Jahren wird
Nasima von ihrem Vater in seine Heimat Pakistan entführt und dort
fast ein Jahrzehnt gefangen gehalten. Alle Versuche von Maria Nazar,
ihre Tochter aus der Gewalt des Vaters zu befreien, scheitern. Erst
mit achtzehn Jahren gelingt Nasima unter dramatischen Umständen
die Fluch
„Der Wille meines
Vaters geschehe“
Eine Frau aus Kamerun erzählt ihr Leben.
Von Mireille Makampe, Ursula Krebs (Mitarbeiter); Lübbe 2002; 300
Seiten;
ISBN: 3404615107.
"Afrikanische Frauen
begehren normalerweise nicht auf, sie schweigen und erdulden. Aber es
gibt auch streitbare Frauen", so die Autorin des vorliegenden Buches.
Ohne zu beschönigen erzählt sie über ihr vom Vater dominiertes
Leben, der sie schließlich in eine unglückliche Ehe zwingt.
Erst nach Jahren - inzwischen zum Skelett abgemagert - gelingt es ihr,
dem despotischen Ehemann zu entfliehen. Eine bewegende Geschichte aus
dem heutigen Kamerun.