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Bul-le-mérite 2007
 
 
* ~ Presseartikel zur Verleihung ~ *
 
* ~ Laudatio der Justizministerin des Landes Brandenburg, Beate Blechinger ~ *
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Orden des Bund Deutscher Kriminalbeamter
Verleihung am 18. September 2007, um 18:00 Uhr im Dorint Novotel Potsdam

 

„50 verlorene Jahre“ –
die Folgen einer fehlenden Integrationspolitik

von Serap Cileli,
Trägerin des BDK- Verdienstordens um die Innere Sicherheit Bul- le- merite

Der BDK zeichnete im Rahmen eines Festaktes am 18.09. in Potsdam für Ihre Verdienste um die Innere Sicherheit und speziell für die Sicherheit muslimischer Frauen in Deutschland die türkischstämmige Frauenrechtlerin Serap Cileli aus, die die vielen prominenten Gäste und den BDK- Bundesvorstand sehr beeindruckte. Frau Cileli nahm sich kritisch der besonderen Rolle der Muslime in unserer Gesellschaft und speziell der Opferrolle muslimischer Frauen in der Bundesrepublik Deutschland an, kritisierte die bisherige Integrationspolitik, warnte vor politischen Tagträumereien im Umgang mit manchen Muslimen. Sie forderte in ihrem engagierten Vortrag die Politik und die Bürger auf, stolz auf die deutschen Grundwerte und die deutsche Kultur zu sein und sie zu verteidigen. Dieser beeindruckende Appell soll den Lesern von dk (der kriminalist) nicht vorenthalten werden und wird Spuren in der BDK- Verbandspolitik in den nächsten Jahren hinterlassen.

 

50 Jahre Migration in Deutschland-
große Mehrheit der Muslime verhaftet in frauenfeindlichen Lebensweisen

„50 Jahre Migration in Deutschland“, die Integration der Muslime und die innere Sicherheit in Deutschland, bleibt nach wie vor eine der wichtigsten innenpolitischen Aufgaben und Pflichten der kommenden Jahre. Was versäumt wurde oder was gestern geschah weiß jeder, lassen Sie uns darüber reden, was morgen passiert und was morgen getan werden muss.

Fakt ist, dass Deutschland in der Vergangenheit ein Zuwanderungsland war, heute ein Zuwanderungsland ist. Fakt ist auch, dass die große Mehrheit der Muslime in Deutschland, besonders türkischen Ursprungs, in ihren frauenfeindlichen Lebensweisen, Bräuchen und Traditionen, ihrem islamischen Glauben und Kultur verhaftet ist. Fakt ist auch, dass der Islam in Deutschland „als eine Religion zwischen Gott und dem Menschen“ nicht nur das Gesicht verloren hat, sondern sein ursprüngliches Gesicht gezeigt hat „archaisch und gewalttätig".

Ein wachsames Auge auf Konvertiten haben

Und längst ist der Islam in Deutschland nicht mehr nur die Religion von Migranten, sondern von mindestens 18.000 zum Islam konvertierten Deutschen. Deren genaue Zahlen sind nicht bekannt, weil es kein Konvertitenregister gibt. Aber ohne Zweifel - „Tendenz steigend“ - konvertieren immer mehr Deutsche zum Islam, was aus meiner Sicht eine alarmierende Entwicklung offenbart. Auf Konvertiten sollten wir ein wachsames Auge haben. Sie sind Kinder aus gut bürgerlichem deutschem Elternhaus, sind für Radikalisierung empfänglich und neigen oft, wie der designierte bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) dem "Handelsblatt“ (6.09.2007) sagte "eindeutig dazu, sich durch besonderen Fanatismus der neuen Religion als würdig erweisen zu wollen".

Die so genannten hausgemachten - islamistischen Selbstmordattentäter „auf dem Weg ins Paradies“ heißen mittlerweile nicht nur [1] Adem Y. oder [4] Mohammed Atta sogar [2] Fritz Martin G. oder [3] Daniel Martin S.

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[1] [2] [3] Adem Y. der 28- jährige Deutsch-Türke, Fritz Martin G. (28 J.) und Daniel Martin S. (21 J.) beide zum Islam konvertierte Deutsche, werden verdächtigt Mitglied der terroristischen Vereinigung Islamische Dschihad Union zu sein und Bombenanschläge auf US-Einrichtungen geplant zu haben. Alle drei Beschuldigten wurden kurz vor dem 6. Jahrestag der Terror-Taten vom 11. September, im Sauerland unter Terrorverdacht festgenommen.
[4] Mohammed Atta, Hamburger Student und spätere Terror-Pilot am 11. September 2001 in New York.

Da die Mehrheit der deutschstämmigen Konvertiten zum Islam Frauen sind, möchte ich die zum Islam übergetretene 38-jährige Belgierin (Muriel Degauque) nennen, die sich am 9. November 2005 bei Bagdad in die Luft gesprengt hatte und die 40-jährige Berlinerin Sonja B., bei der der Verdacht bestand, mit ihrem Kleinkind „auf dem Weg Allahs“ den Dschihad zu unternehmen, nicht unerwähnt lassen. Auf diese Neue Bewegung der Glaubenskrieger sollten wir sehr achten.

Mehr Mut zeigen und klare Worte sprechen

Demzufolge rufe ich uns alle auf, mehr Mut zu zeigen und klare Worte zu sprechen.
Denn bekanntlich sind nicht nur der religiöse Fundamentalismus und politische Islam in Deutschland längst eine markante Realität geworden, sondern auch die so genannten „Grauen Wölfe“ (Bozkurtlar), die als Sammelbecken der “türkischen” Neofaschisten bekannt sind. Diese ethnisch (rassistisch)- nationalistische mit fundamentalistischen Elementen vermischte Bewegung ist mit ihrer Gewaltbereitschaft und den am Führerprinzip ausgerichteten totalitären System ein Nährboden auch für islamistische und extremistische Vereinigungen auf deutschen Boden. Hinter den repräsentativen Moscheebauten - die sich als Sinnbild von Stärke und Überlegenheit des Islams darstellen- stehen nicht selten die undurchsichtigen Gruppen von Grauen Wölfen.

Andersartigkeit darf friedliches Zusammenleben nicht gefährden

Jeder Mensch hat das Recht, seine Religion auszuleben, Recht auf Freiheit, Gleichheit und Sicherheit, das Recht auf individuelle Andersartigkeit. Gleichwohl ist die Andersartigkeit aber nur hinzunehmen, so lange sie das friedliche Zusammenleben der Menschen in diesem Land nicht gefährdet. Denn was unbestritten ist, dass jede Gesellschaft nur eine bestimmte Menge an Andersartigkeit und Unterschiedlichkeit vertragen kann. Die Grenzen für Andersartigkeit müssen im Grundgesetz liegen, das für alle Bürger dieses Landes gleichermaßen gültig ist.

Menschenwürde und Menschenrechte, sowie Freiheit und Individualität sind Bedingungen und Früchte der Demokratie, die nicht teilbar sind.

Die Werte unserer Verfassung sind für alle Mitglieder der Bundesregierung höchste und verpflichtende Güter und dürfen nicht zu Gunsten anderer Werte etwa der traditionellen Normen und Werte der Scharia (das islamische Rechtssystem) eingeschränkt werden.

Justiz- Skandale

Der Justiz-Skandal in einem Scheidungsprozess einer Frankfurter Familienrichterin im März dieses Jahres belegt auf traurige Weise, wie im Namen der Scharia das deutsche Rechtssystem unterminiert wird. Weil eine 26- jährige Muslimin - eine Deutsche marokkanischer Abstammung- von ihrem marokkanischen Ehemann schwer misshandelt wurde, wollte sie ihre Scheidung beschleunigen. Ihren Härtefallantrag lehnte die Frankfurter Richterin unter Berufung auf den Koran ab. Sie verwies auf das Züchtigungsrecht des muslimischen Mannes in einer Ehe.

Ein weiteres Beispiel, bei dem die deutsche Justiz vor Scharia und archaischen Traditionen in die Knie geht, erlebten wir im Berliner Sürücü- Prozess. Die islamisch-orthodox orientierte Familie der ermordeten Hatun Sürücü wurde von ihren eigenen „Kadi“ also „Schariarichter“ im Prozess begleitet. Als ein näherer Bekannter der Familie Sürücü nahm er seinen Platz im Richterzimmer, mit Einverständnis des deutschen Richters.

Beruht der christlich- islamische Dialog auf der Täuschung der Christen?

Ich sehe rot, wenn ich Zeuge werde, wie der Imam von Izmir die heutige Realität schon vor Jahren richtig erkannt hat. Er wandte sich an die christlichen Teilnehmer eines Dialogtreffens und mahnte die Westeuropäer:
[5] "Dank eurer demokratischen Gesetze werden wir euch überwältigen, dank eurer religiösen Gesetze werden wir euch beherrschen“.

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[5] Auf der Europa-Synode 1999 in Rom berichtete der türkische Bischof Bernardini über die Offenheit, mit der sich kurz zuvor der Imam von Izmir an die christlichen Teilnehmer eines Dialogtreffens gewandt hatte: "Dank eurer demokratischen Gesetze werden wir euch überwältigen, dank eurer religiösen Gesetze werden wir euch beherrschen." (Zitiert nach Gernot Facius, DIE WELT vom 06.10.2001 und Hans-Peter Raddatz: "Von Gott zu Allah", Seite 349, Herbig Verlag, München, 2001).


Und ich muss ihm da Recht geben, denn die „Herrschaft“ hat schon begonnen.
Da fragt man sich doch zwangsläufig, ob der christlich-islamische Dialog nicht auf Täuschungen beruht?

Welche Chancen hat der christlich-islamische Dialog, wenn die muslimischen Brüder und Schwestern uns mit unantastbaren Dogmen begegnen, wie:
„Wir haben die Antwort auf Eure Fragen! Ihr könnt uns nichts beibringen und wir brauchen nichts zu lernen. Denn der Islam ist die einzig wahre Religion, der erste Mensch war Muslim. Es ist die Urreligion Abrahams. Wir laden Euch alle ein, unseren Propheten, dem Islam, Scharia, Hadithen und Koran gegenüber Ehrfurcht und Respekt zu bringen“.

Wie lange sollen wir noch stramm stehen vor Muslimen, die sich ähnlich äußern wie
der damalige Oberbürgermeister von Istanbul und heutige Ministerpräsident Erdogan, der bei einer Wahlveranstaltung in Südostanatolien in seiner Rede folgende Sätze zitierte:
[6] „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. DieMoscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten“.

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[6] 1998 noch wurde Erdogan wegen Anstiftung zu religiösem Hass zu zehn Monaten Haft verurteilt, von denen er vier absaß, weil er bei einer Wahlveranstaltung in Südostanatolien aus einem religiösen Gedicht von Ziya Gökalp zitierte.
[a] Welt Online: Der Islamist als Modernisierer in: Die Welt, 6. Mai 2007
Faruk Sen ist Direktor der Stiftung Zentrum für Türkeistudien in Essen
[b] Dietrich Alexander: Reformer oder Wolf im Schafspelz? in: Die Welt, 22. September 2004


Es scheint zu stimmen, dass es sich um einen Dialog zwischen Tauben handelt.

Denn es ist eine Tatsache, das Begriffe wie „Dialog auf Augenhöhe“ „der gegenseitige Achtung, der Gerechtigkeit und Gleichheit“ oder Begriffe wie „Menschenrechte“ „Frauenrechte“ „Religionsfreiheit“ „Demokratie“ sowie Werte wie „Meinungsfreiheit“ „Informationsfreiheit“ und „Kunstfreiheit“ für die muslimischen Bevölkerung eine völlig andere Bedeutung haben als für die Westeuropäer.

Ich möchte klar und deutlich unterstreichen: Religionsfreiheit kann nicht einer Volksgemeinschaft bewilligt werden, die das Grundgesetz unseres Landes bekämpft.

Es würde in absehbarer Zeit vielen muslimischen Mädchen und Frauen helfen, den Spagat zwischen häuslicher Tradition und moderner westlicher Welt zu erleichtern, wenn zukünftig der Koran und Scharia nicht über das in Deutschland geltende Recht gestellt werden.

Deutsche sollten Werte ihrer Zivilisation mit Zivilcourage verteidigen

Wenn ich als eine Frau mit türkischem Migrationshintergrund mich gegen Islamisch besiegelte Männerherrschaft, gegen Aufbruch in die Vergangenheit wehre, dann fordere ich auch die Deutschen auf, Courage aufzubringen, die Dinge beim Namen zu nennen und die Werte der Zivilisation zu verteidigen- statt Kultur- und Islambonus zu verteilen. Sowie die deutschen Kulturrelativisten, die bei jeder Möglichkeit die deutsche Erbschuld in den Vordergrund rücken, die zweitrangige Stellung der Frau in islamischen Gesellschaften als eine Form der Kulturförderung verstehen.

Wenn die Deutschen sich von Schuldgefühlen befreien wollen, wenn sie nicht das Opfer von Selbstzensur sein wollen, dann sollten sie einer schleichenden Islamisierung unseres Landes couragiert die Stirn bieten, denn die konsequente Hand der Politik ist längst fällig.
Und nicht zuletzt unterstützen sie uns in unserem Aufstand gegen die väterliche Autorität und islamische Tradition. All dies ist wahr. Aber es ist nur ein Teil der Wahrheit.
Was wir alle wissen, jedoch nicht laut sagen dürfen.

Ist die Integration gelungen oder gescheitert?
Kann mit der derzeitigen Geisteshaltung die Islamisierung abgewehrt werden?

Ist die strukturelle Integration der Zuwanderer in Bildungssystem, Arbeitsmarkt und Berufswelt wie auch die kulturelle Assimilation an die hiesige Mehrheitsgesellschaft gelungen? Oder ist das Konzept der Integration gescheitert?

Die Antwort darauf war bis zum 11. September 2001 das bestgehütete offene Geheimnis im Lande. Nach dem Mord „Im Namen Allahs“ an dem islamkritischen Filmemacher Theo van Gogh herrschte nicht nur in den Niederlanden, sondern in ganz Westeuropa zunächst Wut und Bestürzung.

Am 2. November 2004 wurde Van Gogh auf offener Strasse am helllichten Tage nicht nur hingerichtet, sondern anschließend nach islamischem Ritual wie ein Hammel geschlachtet. Darauf folgten für einige Tage kriegsähnliche Schießereien zwischen Polizei, Armee und islamischen Fundamentalisten in Den Haag.

Der Islam-Experte Bassam Tibi erklärte vor der Presse, warum der von ihm geprägte Begriff der Leitkultur von zentraler Bedeutung ist. Und warnte:
[7] „In der derzeitigen Geisteshaltung kann Europa die Islamisierung nicht abwehren“.

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[7] Die Tagespost - Worum es eigentlich geht / DT vom 04.12.2004 Von Bassam Tibi


Doch die sozial-romantischen Multikulti- Träumer ließen die kritische Stimmen- wie seit 50 Jahren- außer Acht. Die Kritiker stießen auf große Ablehnung und wurden mit den Vorwürfen konfrontiert, den inneren Frieden zu gefährden. Extremisten, Islamisten und Schläfer, Zwangsehen und Importbräute beherrschten die Schlagzeilen in den Medien – immer wieder war von Parallelgesellschaften die Rede. Dennoch versuchte man die Kritiker zum Schweigen zu bringen und die Kritik durch Übertreibung zu verspotten. Erst nach der Ermordung von Hatun Sürücü- in Berlin-Tempelhof, am 7. Februar 2005, fing das Tabu an zu bröckeln. Gleichzeitig warnten - hierzulande - die politischen Intellektuellen, dass wir uns davor hüten sollten, mit Verallgemeinerungen zu hantieren. Denn durch Pauschalisierungen und Stimmungsmache würden wir das Integrationsklima gefährden.

Diskussion um „Ehrenmorde“ und „Zwangsverheiratungen“

Diese lähmende Ignoranz gegenüber der unausgesprochenen Frage „Wie steht es um die Integration von Muslimen in Deutschland?“ fand durch den Schuldirektor Volker Steffens ein Ende.
In einer achten Klasse der Thomas-Morus-Oberschule in Berlin-Neukölln, billigten drei muslimische Schüler den Mord von Hatun Sürücü mit folgenden Worten:
„Die hat doch selbst Schuld. Die Hure lief rum wie eine Deutsche“.
Woraufhin der Direktor der Neuköllner Thomas-Morus-Oberschule, Volker Steffens, einen offenen Brief an die Eltern veröffentlichte:
„Diese Schüler zerstören den Frieden des Schullebens, wenn sie den Mord gutheißen.
Wir dulden keine Hetze gegen die Freiheit“.

In der Öffentlichkeit wurde der Mordfall von Hatun Sürücü sofort mit sechs weiteren Tötungsdelikten in Berlin seit Oktober 2004 in Verbindung gebracht, bei denen man als Tatmotiv einen so genannten „Ehrenmord“ vermutete.

Zugleich veröffentlichte am 19. Mai 2006 das Bundeskriminalamt in Wiesbaden eine Analyse zu in Deutschland polizeilich bekannt gewordenen so genannten "Ehrenmorden". Danach gab es in Deutschland vom 01.01.1996 bis 18.07.05 insgesamt 55 Fälle“.

Seit Mitte 2005 debattiert Deutschland- endlich- über die Integration von Zuwanderern, über die Frauen in der islamischen Welt als auch in der Diaspora.
Schließlich gestanden wir uns zu, dass in vielen deutschen Städten mittlerweile eigene türkische Stadtviertel und demzufolge türkischsprachige Kulturbereiche entstanden sind.

Mitten in Deutschland und im westlichen Europa ist eine islamische Nebengesellschaft entstanden.
In diesen Parallelgesellschaften behielten ein Teil unserer muslimischen Mitbürger ihre Stammeskultur, ihre traditionellen Werte, Sprache wie patriachale Normen bei,
die mit unserem Grundgesetz und unseren Wertvorstellungen nicht vereinbar sind.

Im Klartext: Der Sprung von der alten in die neue Heimat ist unseren muslimischen Mitbürger nicht gelungen.

Was ist schief gelaufen in Deutschland?

Und heute sind so viele Experten und Politiker plötzlich unsicher und fragen:
„Was ist schief gelaufen in Deutschland?“.

Jahrelang waren sie zu blauäugig und zu optimistisch, sind davon ausgegangen, dass spätestens die zweite Generation sich automatisch integrieren wird. Sie würden vom Gastarbeiter zum Bürger. Sie sind davon ausgegangen, dass die Differenzen zur einheimischen Gesellschaft in der Generationenfolge immer geringer werden.
Die kommende Generation- die Kinder der Gastarbeiter- würden automatisch „ein Berliner“.
Und jetzt stellen sie fest, dass sogar die dritte Generation- Tendenz steigend - in eine ganz andere Richtung geht. Ich sage dazu nur eins:
„50 verlorene Jahre“ die Folgen einer fehlenden Integrationspolitik“.

Der Tragik einer verfehlten Integration

Viele Integrationsprobleme, die wir in der Vergangenheit wie heute mit integrationspolitischen Maßnahmen zu lösen versuchen, haben etwas mit einem fundamentalen Irrtum zu tun. Der Erklärungsversuch, dass jeder nach Deutschland zugewanderte „Muslim“ ,der Sprach- und Integrationskurse besucht, sich automatisch zu den Werten der freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennt, Frauenrechte, religiöse Pluralität sowie das säkulare Prinzip anerkennt.

Ein weiteres falsches Versprechen ist die Integration durch Sprache. Die Wahrheit ist; Sprache ist nicht gleich Integration, aber sie ist ein Schlüssel dazu.
Fehlende oder schlechte Sprachkenntnisse dürfen also für die Integrationsprobleme nicht alleine verantwortlich gemacht werden.

Die Arbeit der sprachlichen, beruflichen und sozialen Integration fängt mit der Erziehung im Elternhaus an und wird insbesondere durch Zusammenarbeit der Kindertagesstätte und Schule gestärkt.

Demokratische Werte in der Erziehung zu vermitteln, ist Sache der Eltern. Die muslimischen bzw. türkischen Eltern sollten verpflichtet werden, diese Aufgabe zu übernehmen.
Falls notwendig, begleitet durch professionelle Sozialarbeit und Frühförderprogramme (z.B. Hippy- Programm). Ohne Mitwirkung der Eltern oder deren konstruktiven Integrationswillen, brauchen wir keine großen Hoffnungen weder in die neuen Integrationsmassnahmen auf Kosten der Steuerzahler noch in die am 28. August (2007) in Kraft getretene Zuwanderungsgesetz-Novelle zu setzen.

Die Rolle der türkischen Medien bei der Integration-
Zorn auf das neue Zuwanderungsgesetz

Will man die türkische Bevölkerung integrieren, sollte man sie nicht allein lassen mit der Presse und dem Fernsehen aus der Türkei.

Die überwiegende Mehrzahl aller türkischen Programme, die in Deutschland empfangen werden, wird in der Türkei produziert und von dort via Satellit nach Deutschland übertragen. Die meisten dieser Programme sind kaum integrationsfördernd, sondern eher geeignet, türkische Migranten in der Kultur und Gedankenwelt ihres Herkunftslandes festzuhalten. Die Verbreitung radikal-islamischer und rechtsextreme Ideen durch die türkischen Medien in Deutschland ist bislang von politischer Seite kaum beachtet worden.

Die Berichterstattung türkischsprachiger Zeitungen geriet immer wieder in die Kritik.
Vorgeworfen wurden ihnen ein verzerrtes Deutschlandbild und eine aggressiv-nationalistische Berichterstattung, die Integrationsbemühungen entgegensteht und zur Entwicklung von "medialen Parallelwelten" beiträgt. Ihr Einfluss auf den Integrationsprozess in Deutschland ist größer als der vieler deutscher Medien.

Es ist schon längst an der Zeit, dass wir den Multikulturalismus – hauptsächlich in der Politikszene- in Frage stellen und das Tabu brechen. Aber – ich fürchte- bis es soweit ist, wird die Kluft zwischen den Kulturen wohl noch größer werden. Unter dem Titel „Merkel ist der zweite Hitler“ setzte der in der Türkei erscheinende islamistische Tageszeitung „VAKIT“ (Anadolu' da Vakit) auf der Sonntagsausgabe vom 2. September (2007) die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Nazi-Diktator Adolf Hitler gleich. Frau Merkel wurde zusätzlich noch in einer Karikatur mit einem Hakenkreuz am Arm gedemütigt und mit ihr das gesamte deutsche Volk.

Anlass für den Zorn ist das neue Zuwanderungsgesetz. Angeblich richte sich das neue Gesetz in erster Linie gegen die Türken. Ähnlicher Meinung waren u. a. mehrere türkische Migrationsorganisationen und deutsch-türkische Politiker, die den Integrationsgipfel am 12. Juli (2007) aus Protest boykottierten.

Als das Gesetz auch noch von unserem Bundespräsident Horst Köhler am 21. August (2007) unterschrieben wurde, hatten ebenfalls andere türkische Medien das neue Zuwanderungsgesetz zum Anlass genommen, feindliche Kritik an Merkel und der Bundesrepublik zu üben. Im umgekehrten Fall würden sich viele Türken in ihrem Nationalstolz angegriffen fühlen.

Der ein oder andere mag sich erinnern. Wenige Tage nach Papst Benedikts Rede in Regensburg musste der Vatikan „Angst vor Anschlägen“ die muslimischen Gläubigen um Entschuldigung bitten. Bei dem Karikaturen-Streit in Dänemark wie auch in Schweden spielten sich die gleichen Szenen ab.

Und bis heute warte ich vergeblich von der türkischen Seite auf diesen Satz:
„Wir bitten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und das deutsche Volk um Entschuldigung für Kränkung“.

Und bis heute warte ich ebenfalls vergeblich auf die muslimischen "Schwestern und Brüder", die ein deutliches Bekenntnis „gegen Fundamentalismus“ und „für Integration“ setzen;
sei es durch Großdemonstrationen, Anzeigenkampagnen, Mahnwachen oder mit einer kilometerlangen Lichterkette.

Erwartungen an ehrliche Anstrengungen der Muslime zur Integration

Ich möchte endlich Klarheit darüber, dass es ehrliche Anstrengungen auf Seiten der Muslime gibt, sich in unsere Gesellschaft und Kultur einzugliedern. Sei es mit Fahnen, Plakaten oder Bannern, die vor Moscheen hängen oder mit einem Aufkleber auf ihrem Auto, mit Slogans wie etwa; „Gegen Fundamentalismus“ „Gegen den politischen Islam“ oder „Für einen aufgeklärten Islam“ und „Gleichberechtigung für Musliminnen“ sowie „Gegen Zwangsehen und Ehrenmorde“. Ich vertraue ihren Lippenbekenntnissen nicht mehr. Ich möchte Taten sehen!

Es ist z.B. üblich, dass die Muslime im Fastenmonat Ramadan Spenden und auch ihre Zakat- Abgabe (Pflichtabgabe) bezahlen oder überweisen.

Ich erwarte von islamischen Organisationen und Initiativen oder von den Zakat –Verwaltungsbehörden die Zahlungen von Zakat- Abgaben nicht nur „von Moslems für Moslems“ Projekte wie z. B. in Palästina, Libanon, Sri Lanka oder Pakistan zu verwenden oder mit Zakat- Gelder für Finanzierung von Moscheebauten in Deutschland oder in den ärmsten Ländern der Welt - unter dem Vorwand „Muslime Helfen Menschen in Not“ - vorzusorgen, sondern auch „Hilfsprojekte für mittellose Christen" zu unterstützen oder Integrationsfördernde Projekte außerhalb der Moschee organisieren.
Begrüßenswert wäre, wenn sie jedes Jahr nur auf einen Moscheebau verzichten würden, dafür aber eine „Kriseneinrichtung für muslimische Mädchen“ in Deutschland finanzieren.

Statt den islamischen Terrorismus nur mit Lippenbekenntnis zu verteufeln, sollten sie mit ihren Spenden Stiftungen oder Hilfsprojekte für Opfer und Hinterbliebene der Terroranschläge von New York und Washington (11.September 2001) oder
Madrid (11. März 2004) oder in Israel finanziell unterstützen, mit Zakat- Geldern Kampagnen starten gegen Verfolgung und Diskriminierung von Christen seitens muslimischer Fanatiker.

Integration nur bei Mentalitätswandel der muslimischen Gesellschaft möglich

Integration kann nur gelingen, wenn wir einen Mentalitätswandel der muslimischen Gesellschaft in Bewegung setzen. Besonders bei den so genannten türkischen Eliten (Unternehmer, Politiker, Journalisten, Akademiker). Allen voran brauchen wir einen Mentalitätswandel der deutschen Gesellschaft, die hinter jeder kritischen Äußerung, gleich Fremdenfeindlichkeit vermutet, in der selbst die einheimische Elite und eigene Bürger ein gespaltenes, distanziertes, sogar feindliches Verhältnis auf das Heimatland pflegt. Während die türkischen Migrantenkinder in Deutschland nicht selten einen türkischen faschistischen Namen bekommen wie Bozkurt oder Asena und ihnen ein chauvinistisches Nationalgefühl eingeimpft wird, wird bei den deutschen Kindern jedes positive Patriotismusgefühl erbarmungslos im Keim erstickt. Gerade die deutschen "Gutmenschen" meinen, jeder anständige Deutsche sollte sich seiner Vergangenheit allzeit schämen. Und wenn Jugendliche sagen; „Ich fühle mich nicht verantwortlich für ein Verbrechen, die meine Großeltern begangen haben!“, werden sie beleidigt und beschimpft.

Natürlich ist das Holocaust-Verbrechen - ein unvergleichliches Menscheitsverbrechen, das nicht vergessen werden darf. Aber auch alle anderen Staaten müssen sich dabei an die eigene Nase fassen. Die Zukunftsaufgabe der deutschen Jugend wird es sein, den unfreiwilligen, schweren Titel als „die Verbrecher des Holocaust“ abzulegen, für den Frieden weltweit- wachsam und achtsam - gegen Rassismus, Faschismus, Antisemitismus und andere Formen von Intoleranz- zu kämpfen.

Wenn die Deutschen Integration fordern, müssen sie sich die Frage stellen-
In was wollen wir denn integrieren?

Woher soll der Stolz von Einwanderern auf das neue Heimatland kommen, oder sich zu diesem Land bekennen, wenn selbst der Einheimische Angst davor hat, "deutsch" zu sein. Angst davor hat, einmal die Fahne zu schwenken, ohne dabei als Nationalist verurteilt zu werden. Es ist uns nicht entgangen, dass viele von denen, die die deutsche Fahne bei der Fußball- Weltmeisterschaft 2006 schwenkten, einen Migrationshintergrund hatten. Die große Bühne der Fußball- WM hat uns positive Chancen für Integration und Zusammenleben gezeigt. Die Besinnung auf eigene kulturellen Werte und deren Vertretung ist kein Hindernis, sondern die Voraussetzung für einen interkulturellen Dialog.

Diese Werte- die auf dem unerschütterlichen Glauben an Demokratie, den Grundrechten von Männern und Frauen, der Würde des Einzelnen gründen – definieren weiterhin unsere gemeinsamen Interessen im 21. Jahrhundert. Wenn die Deutschen selber keine klare Identität haben, werden sie mit der Integration von Fremden scheitern.

Nicht nur als eine Frau mit türkischem Hintergrund, sondern vor allem als deutsche Staatsbürgerin muss ich mich daher gegen die Einschränkung der Freiheit wehren. Gerade durch meinen Verfassungspatriotismus bin ich verpflichtet, mich gegen jede Diskriminierung und Intoleranz zu wehren.
Bleiben sie kritisch für das friedliche Zusammenleben!

Rede zur Verleihung des Ordens Bul- Le- Merite des Bundes Deutscher Kriminalbeamter
Am 18. September 2007; um 18.00 Uhr; im Dorint Novotel Hotel Potsdam

 

 
 

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