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Presseartikel zur Verleihung
 
 

 

14.11.2009 / Gießener Allgemeine Zeitung

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13.11.2009 / "Gewalt Kampf angesagt" von Peter Drilling

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12.11.2009 / HNA

Kassel
Gewalt Kampf angesagt
Muslimische Frauenrechtlerin Serap Çileli erhielt Elisabeth-Selbert-Preis im Gießhaus


Von Peter Dilling
Kassel. Von Gleichberechtigung können viele muslimische Frauen nur träumen. Vielmehr müssen sie um Leib und Leben fürchten, wenn sie sich ihrem Mann oder der Tradition nicht unterwerfen.

Serap Çileli, deutsche Schriftstellerin türkischer Herkunft, hat sich gegen die Unterdrückung gewehrt und kämpft für die Rechte der muslimischen Frauen. Dafür erhielt sie gestern im Gießhaus der Uni Kassel den mit 10 000 Euro dotierten Elisabeth-Selbert-Preis.
Die 43-jährige Mutter von drei Kindern setzt sich seit zehn Jahren in ihren Büchern und Vorträgen für Frauen ein, die von Zwangsheirat, Gewalt oder gar einer Tötung durch Familienmitglieder, dem so genannten Ehrenmord, bedroht sind. Dafür wird sie vielfach von orthodoxen Muslimen angefeindet. Sie lebt mit ihrer Familie in Hessen und steht unter Polizeischutz.

Çileli hat selbst eine Leidensgeschichte der Unterdrückung hinter sich. Als Gastarbeiterkind kam sie nach Deutschland und wurde als Zwölfjährige zwangsverlobt, später zwangsverheiratet. Nach einigen Jahren floh sie mit ihren Kindern in ein Frauenhaus.
Çileli habe Mut und Zivilcourage bewiesen, sagte Staatsminister Jürgen Banzer während seiner Laudatio. Sie gebe vielen Frauen Kraft, gegen rückwärtsgewandte Traditionen unter Muslimen aufzustehen. Bis zu 20 000 Frauen mit ausländischem Hintergrund in Deutschland seien zwangsverheiratet worden, ergänzte der Minister. Dagegen müsse man etwas tun. Denn Integration bedeute nicht wegzuschauen, wenn bestimmte Gruppen die Menschenwürde verletzen.

Professor Dr. Rita Süssmuth, ehemalige Bundespräsidentin, blickte in ihrer Festrede optimistisch nach vorn. Immer mehr zugewanderte Frauen strebten nach Selbstständigkeit. Sie fragten viel häufiger als Männer nach Sprachkursen. Diese Frauen wollten am sozialen Leben in Deutschland teilhaben.
Solch einen Optimismus teilt die Preisträgerin nicht. In ihrer Dankesrede meinte sie, dass noch viel zu viele muslimische Frauen in ihrer Opferrolle verharren und die Allgewalt des Ehemanns widerspruchslos akzeptieren. Die Unterdrückung sei in diesen Frauen noch tief verwurzelt, sagte Çileli. Hoffnung und Wirklichkeit klafften noch weit auseinander.


12.11.2009 / Pressemitteilung - Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit Hessen

Serap Çileli erhält Elisabeth-Selbert-Preis 2009
Staatminister Jürgen Banzer: „Vorbildlich für Rechte muslimischer Frauen eingesetzt – ein Stück mehr Gleichberechtigung erreicht“

Die Schriftstellerin und Autorin Serap Çileli hat heute den mit 10.000 Euro dotierten Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen 2009 erhalten. „Der Mut und die Zivilcourage mit der sich Frau Serap Çileli für die Rechte muslimischer Frauen einsetzt, hat die Jury überzeugt“, sagte der Hessische Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, Jürgen Banzer, der den Preis überreichte. Çileli stärke Frauen im Kampf gegen Unterdrückung und zeige der Gesellschaft, dass Gleichberechtigung noch lange nicht für alle erreicht ist.

Mit ihrer eigenen Erfahrung einer Zwangsehe helfe und berate sie heute als Vorsitzende des Vereins für Menschenrechte und Integration e.V. (peri) Frauen, denen ein ähnliches Schicksal widerfährt. „Serap Çileli ist damit für viele Frauen eine Brücke zwischen der traditionellen muslimischen und westlichen Gesellschaft. Sie zeigt mit ihrer Arbeit einen Weg in die Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. Damit trägt sie zu mehr Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft bei und stärkt die Rechte der Frauen“, so der Minister.

Ihre Bücher und Publikationen wie das im Jahr 2006 erschienene Buch „Wir sind Eure Töchter - nicht Eure Ehre“, aber auch ihre öffentlichen Auftritte hätten zur Diskussion über das Thema Zwangsheirat, Ehrenmord aber auch Integration geführt. Schonungslos prangere Çileli Missstände an und schaffe ein Bewusstsein für das Leid unzähliger Migrantinnen in Deutschland, die von Zwangsheirat betroffen sind und Angst vor Gewalt und Rache ihrer Angehörigen haben. Auch künftig sei ihre Aufklärungsarbeit von großer Bedeutung, denn die Themen Zwangsheirat und Ehrenmord seien noch nicht hinreichend in der breiten Öffentlichkeit angelangt. Für ihr Engagement gegen Zwangsehen und Ehrenmorde wurde Serap Çileli im Jahr 2005 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Der Elisabeth-Selbert-Preis wird von der Hessischen Landesregierung seit 1983 verliehen. Der Preis trägt den Namen der hessischen Juristin Dr. Elisabeth Selbert aus Kassel. Sie setzte 1949 den Gleichheitsgrundsatz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ im Grundgesetz durch und ist eine der „Mütter des Grundgesetzes“.

Mit dem Elisabeth-Selbert-Preis werden Frauen und Männer ausgezeichnet, die in hervorragender Weise mit ihrer gestalterischen Kraft und ihren Leistungen für die Gesellschaft zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Männern und Frauen beigetragen haben. Der Preis wird bundesweit ausgeschrieben und wird alle zwei Jahre vergeben.


11.11.2009 / NWZ Online (Nordwest Zeitung)

Lebensgefährlicher Einsatz für Frauenrechte
EHRUNG Preisträgerin Serap Cileli wird durch Muslime und türkische Männer bedroht – Kampf gegen Zwangsheirat


WIESBADEN - Serap Cileli in ihrem Haus zu besuchen, ist nicht möglich. Sie halte ihre Adresse geheim, sagt die Frauenrechtlerin. Zu groß sei sonst die Gefahr für sie und ihre Familie, da sie oft von muslimischen Verbänden bedroht werde. Deswegen sitzt die 44-Jährige nun in einem kleinen Lokal und berichtet bei Kaffee und Streuselkuchen über ihren Kampf um Selbstbestimmung – ein Kampf, den sie für sich selbst begann, und nun für viele andere fortsetzt. Für ihre Bemühungen, die Rechte muslimischer Frauen zu stärken, bekommt sie am morgigen Donnerstag vom hessischen Familienministerium den Elisabeth-Selbert-Preis verliehen.

Der Elisabeth-Selbert-Preis wird bundesweit ausgeschrieben und seit 1983 alle zwei Jahre an Personen vergeben, die sich im Kampf um die Chancengleichheit von Männern und Frauen verdient gemacht haben.

Der hessische Familienminister Jürgen Banzer (CDU) ist Mitglied der siebenköpfigen Preisjury. „Frau Cileli kämpft unter Zurückstellung der eigenen Sicherheit für mehr Gleichberechtigung und Chancengleichheit für muslimische Frauen, deren Freiheit durch gesetzeswidrige Traditionen eingeschränkt wird“, sagt er. Die Aktivistin habe durch Zivilcourage die Themen Ehrenmord und Zwangsverheiratung in die öffentliche Diskussion gebracht und so dazu beigetragen, dass Zwangsverheiratung seit 2005 als schwerste Nötigung in das deutsche Strafgesetzbuch aufgenommen wurde.

Cileli berichtet, der Weg an die Öffentlichkeit sei schwer gewesen: „Ich war zum Schweigen erzogen.“ Die Frauenrechtlerin ist in der Türkei geboren und kam als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. Mit 15 Jahren wurde sie in der Türkei zwangsverheiratet.

Rund sechs Jahre später lernte sie ihren heutigen Mann, Ali, kennen. Für diese Liebe habe sie sehr kämpfen müssen, sagt Cileli. Sie ließ sich scheiden, doch ihre Eltern betrachteten die neue Beziehung als ehrverletzend und drohten mit erneuter Zwangsheirat. Schließlich floh Cileli in ein Frauenhaus.

Heute ist sie eingebürgerte Deutsche und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Hessen. Zu ihrer sonstigen Familie habe sie keinen Kontakt mehr, berichtet sie. Doch diesen hohen Preis zahle sie gerne: „Ich bin kein Opfer mehr. Es war ein langer Kampf, aber ich habe es hinter mir.“

Andere nicht. Bis heute habe sie mehr als 400 Mädchen und Frauen unterstützt, zu 90 Prozent Türkinnen in der dritten Generation, berichtet die Preisträgerin. „Türkische Männer versuchten sogar, mich zu überfahren“, berichtet Cileli. Mittlerweile begleite sie ihr Mann als Schutz zu jedem ihrer Termine.


10.11.2009 / PR-Inside.com

Für ihren Mut erhält sie den Elisabeth-Selbert-Preis - Zwangsheirat erlebt

Serap Cileli kämpft für die Rechte muslimischer Frauen

(PR-inside.com 10.11.2009 13:35:08) - Serap Cileli in ihrem Haus zu besuchen, ist nicht möglich. Sie halte ihre Adresse geheim, sagt die Frauenrechtlerin. Zu groß sei
sonst die Gefahr für sie und ihre Familie, da sie oft von muslimischen Verbänden bedroht werde. Deswegen sitzt die 44-Jährige nun in einem kleinen Lokal und berichtet bei Kaffee und
Streuselkuchen über ihren Kampf um Selbstbestimmung.

Wiesbaden (ddp). Serap Cileli in ihrem Haus zu besuchen, ist nicht möglich. Sie halte ihre Adresse geheim, sagt die Frauenrechtlerin. Zu groß sei sonst die Gefahr für sie und ihre Familie, da sie oft von muslimischen Verbänden bedroht werde. Deswegen sitzt die 44-Jährige nun in einem kleinen Lokal und berichtet bei Kaffee und Streuselkuchen über ihren Kampf um Selbstbestimmung - ein Kampf, den sie für sich selbst begann, und nun für viele andere fortsetzt. Für ihre Bemühungen, die Rechte muslimischer Frauen zu stärken, bekommt sie am Donnerstag (12. November) vom hessischen Familienministerium den Elisabeth-Selbert-Preis verliehen. Der Elisabeth-Selbert-Preis wird bundesweit ausgeschrieben und seit 1983 alle zwei Jahre an Personen vergeben, die sich im Kampf um die Chancengleichheit von Männern und Frauen verdient gemacht haben. Der hessische Familienminister Jürgen Banzer (CDU) ist Mitglied der siebenköpfigen Preisjury. «Frau Cileli kämpft unter Zurückstellung der eigenen Sicherheit für mehr Gleichberechtigung und Chancengleichheit für muslimische Frauen, deren Freiheit durch gesetzeswidrige Traditionen eingeschränkt wird», sagt er. Die Aktivistin habe durch Zivilcourage die Themen Ehrenmord und Zwangsverheiratung in die öffentliche Diskussion gebracht und so dazu beigetragen, dass Zwangsverheiratung seit 2005 als schwerste Nötigung in das deutsche Strafgesetzbuch aufgenommen wurde. Cileli berichtet, der Weg an die Öffentlichkeit sei schwer gewesen: «Ich war zum Schweigen erzogen.» Die Frauenrechtlerin ist in der Türkei geboren und kam als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland. Mit 15 Jahren wurde sie in der Türkei zwangsverheiratet. Rund sechs Jahre später lernte sie ihren heutigen Mann, Ali, kennen. Für diese Liebe habe sie sehr kämpfen müssen, sagt Cileli. Sie ließ sich scheiden, doch ihre Eltern betrachteten die neue Beziehung als ehrverletzend und drohten mit erneuter Zwangsheirat. Schließlich floh Cileli in ein Frauenhaus. Heute ist sie eingebürgerte Deutsche und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Hessen. Zu ihrer sonstigen Familie habe sie keinen Kontakt mehr, berichtet sie. Doch diesen hohen Preis zahle sie gerne: «Ich bin kein Opfer mehr. Es war ein langer Kampf, aber ich habe es hinter mir.» Auf Rat ihres Mannes habe sie ihre Geschichte aufgeschrieben. Viele verdrängte Erinnerungen seien daraufhin zurückgekehrt. Fünf Jahre lang habe sie ihr Manuskript bei Verlagen eingereicht, aber stets Absagen bekommen.

Die Begründung: Das Thema würde Ausländerfeindlichkeit schüren. Ende 1999 sei ihr Buch dann jedoch vom ZDF verfilmt und von einem Kleinverlag verlegt worden. «Eigentlich dachte ich, das war´s», berichtet Cileli. Eine Woche danach sei der erste Hilferuf gekommen: Einer minderjährigen Mutter drohte die Zwangsheirat; Cileli habe ihr geholfen zu fliehen. Eine Flut von weiteren Hilferufen folgte. Bis heute habe sie mehr als 400 Mädchen und Frauen unterstützt, zu 90 Prozent Türkinnen in der dritten Generation, berichtet die Preisträgerin. Anfang 2008 habe sie dann den Verein «peri - Verein für Menschenrechte und Integration e.V.» gegründet, der kostenfreie Fluchthilfe organisiere. Mittlerweile habe er 40 Mitglieder. Den Elisabeth-Selbert-Preis zu bekommen, empfinde sie als große Ehre, sagt Cileli. Das Preisgeld von 10 000 Euro werde sie in ihre Arbeit investieren. Außerdem schütze sie der Preis vor ihren Meinungsgegnern: «Er ist eine Anerkennung meiner Tätigkeit und gibt mir Rückgrat.» Diesen Schutz benötigt sie dringend. Die öffentliche Aufmerksamkeit habe eine Grundbedrohung mit sich gebracht, sodass sie sich kaum mehr frei bewegen könne. «Türkische Männer versuchten sogar, mich zu überfahren», berichtet Cileli. Mittlerweile begleite sie ihr Mann als Schutz zu jedem ihrer Termine. «Der Freiheitskampf in meiner Jugend hatte ein Ziel», sagt sie und legt die Gabel beiseite. Sie habe gekämpft, um als Mensch behandelt zu werden. Heute sei sie wieder in ihrer Freiheit eingeschränkt. Aber sie habe sich diesen erneuten Kampf zur Aufgabe gemacht, da viele Frauen nicht die gleiche Chance hätten wie sie, diesen Kampf zu führen. Sie sagt: «Wenn ich schweige, wer soll dann das Sprachrohr für diese schweigenden Frauen sein?» (ddp)


05.10.2009 / Pressemitteilung - Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit Hessen

Serap Çileli erhält Elisabeth-Selbert-Preis 2009 für Frauenrechte
Staatminister Jürgen Banzer: „Vorbildlich für Rechte muslimischer Frauen eingesetzt – ein Stück mehr Gleichberechtigung erreicht“

Serap Çileli erhält den mit 10.000 Euro dotierten Elisabeth-Selbert-Preis des Landes Hessen 2009. „Der Mut und die Zivilcourage mit der sich Frau Serap Çileli seit über zehn Jahren für die Rechte muslimischer Frauen einsetzt, hat die Jury überzeugt“, sagte der Hessische Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, zur Juryentscheidung. Çileli stärke Frauen im Kampf gegen Unterdrückung und zeige gleichzeitig der Gesellschaft, dass Gleichberechtigung noch lange nicht für alle erreicht ist. Die Preisverleihung wird am 12. November 2009 in Kassel stattfinden.

Mit ihrer eigenen Erfahrung einer Zwangsehe helfe und berate sie heute als Vorsitzende des Vereins für Menschenrechte und Integration e.V. (peri) Frauen, denen ein ähnliches Schicksal wiederfährt. „Çileli ist damit für viele Frauen eine Brücke zwischen der traditionellen muslimischen und westlichen Gesellschaft. Sie zeigt mit ihrer Arbeit einen Weg in die Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben. Damit trägt sie zu mehr Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft bei und stärkt die Rechte der Frauen“, so der Minister.

Ihre Bücher und Publikationen wie das im Jahr 2006 erschienene Buch „Wir sind Eure Töchter - nicht Eure Ehre“, aber auch ihre öffentlichen Auftritte hätten zur Diskussion über das Thema Zwangsheirat, Ehrenmord aber auch Integration geführt. Schonungslos prangere Çileli Missstände an und schaffte ein Bewusstsein für das Leid unzähliger Migrantinnen in Deutschland, die von Zwangsheirat betroffen sind und Angst vor Gewalt und Rache ihrer Angehörigen haben. Auch künftig sei ihre Aufklärungsarbeit von großer Bedeutung, denn die Themen Zwangsheirat und Ehrenmord seien noch nicht hinreichend in der breiten Öffentlichkeit angelangt. Für Ihr Engagement gegen Zwangsehen und Ehrenmorde wurde Serap Çileli im Jahr 2005 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Der Elisabeth-Selbert-Preis wird von der Hessischen Landesregierung seit 1983 verliehen. Der Preis trägt den Namen der hessischen Juristin Dr. Elisabeth Selbert aus Kassel. Sie setzte 1949 den Gleichheitsgrundsatz „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ im Grundgesetz durch und ist eine der „Mütter des Grundgesetzes“.

Mit dem Elisabeth-Selbert-Preis werden Frauen und Männer ausgezeichnet, die in hervorragender Weise mit ihrer gestalterischen Kraft und ihren Leistungen für die Gesellschaft zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Männern und Frauen beigetragen haben. Der Preis wird bundesweit ausgeschrieben und wird alle zwei Jahre vergeben. Es gibt sieben Jurymitglieder, die vom Ministerpräsidenten alle sechs Jahre berufen werden. Derzeit sind dort vertreten:

• das für Frauen zuständige Kabinettmitglied (Hessischer Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit, Jürgen Banzer)
• die Leiterin der ehemaligen Zentralstelle für Frauenfragen in der Staatskanzlei, Ingeborg Sollwedel, als Initiatorin des Elisabeth-Selbert-Preises auf Lebenszeit
• eine Vertreterin des Deutschen Frauenrates (derzeit: Brunhilde Raiser aus Berlin).
Die vier weiteren Mitglieder werden auf Vorschlag des für Frauen zuständigen Ministeriums berufen. Dies sind zur Zeit:
• Professor Dr. Gertrud Höhler, Publizistin und Unternehmensberaterin,
• Gundula Gause, Journalistin und ZDF-Moderatorin
• Professor Dr. Ulrike Detmers, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Brotfabrik-Gruppe und Stifterin der Preise, Managerin des Jahres und‚ Spitzenvater des Jahres
• das für Wissenschaft und Kunst zuständige Kabinettmitglied Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann


 
 

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