„Eine Frage
der Ehre“
Frauen-Morde in der Familie
Eine Geschichte, die die ganze Türkei bewegte: In Adana, im Südosten
des Landes, hat ein Mann auf offener Straße mehr als fünfzig
Mal auf seine Frau eingestochen, weil sie in verlassen wollte. Der kleine
Sohn des Paares musste zusehen. Die Frau überlebte und zog später
die Klage gegen ihren Ehemann zurück. Eine andere junge Frau wurde
von ihrer Familie gesteinigt, weil sie unverheiratet eine Beziehung
zu einem Mann hatte. Eine 16-jährige wurde von ihrem Cousin vergewaltigt
und geschwängert. Der Familienrat beschloss, der 17-jährige
Bruder muss sie töten. Der Junge wurde dafür zu lebenslänglicher
Haft verurteilt. Bislang hat die Polizei und Justiz bei Verbrechen „im
Namen der Ehre“ meist tatenlos zugesehen. Erst jüngst hat
Ankara die Gesetze geändert und die mildernden Umstände für
diese Morde gestrichen.
Link: www.br-online.de/politik/ausland
Weltspiegel / vom
25.01.2004
Eine Frage
der Ehre
Das Video können Sie sich
im folgendem Link ansehen,
Sie benötigen aber Real Player dazu:
Ehrenmorde
/ Kampagne / 2004
/ 2005
‘NEIN
zu Verbrechen im Namen der Ehre’
Jährlich
werden nach einer Studie des UN-Weltbevölkerungsberichts ca. 5000
Mädchen und Frauen in mindestens 14 Ländern, darunter Pakistan,
Jordanien und die Türkei, im Namen der Ehre ermordet. Die Dunkelziffer
ist jedoch sehr viel höher, weil die wenigstens Fälle vor
Gericht behandelt werden. Verbrechen im Namen der Ehre werden, obwohl
es kein religiöses Phänomen ist, zwar vor allem in islamischen
Ländern begangen, sie sind allerdings nicht auf diese beschränkt.
Verbrechen im Namen der Ehre finden auch in Brasilien, Ecuador, Italien.
etc. statt. Auch in Deutschland geschehen Verbrechen im Namen der Ehre
innerhalb von Migrantenfamilien.
TERRE DES FEMMES setzt sich im Rahmen der Jahreskampagne 2004/2005 „NEIN
zu Verbrechen im Namen der Ehre“ gegen die dramatischen Menschenrechtsverletzungen
an Frauen ein. Mit diesem Thema wird inhaltlich an das Kampagnenthema
2002/2003 „Zwangsheirat“ angeknüpft. Die Praxis zeigt,
dass die Themen Zwangsheirat und Verbrechen im Namen der Ehre eng miteinander
verbunden sind, da Frauen nach traditionellem Verständnis gegen
die Ehre der Familie verstoßen, sofern sie einen von der Familie
ausgesuchten Mann ablehnen.
Link:
www.frauenrechte.de/themen/ehrenmorde-start.html
SURGIR
SURGIR ist eine Zielorientierte
Hilfsbewegung zur Verteidigung von Mädchen, Frauen und ihren Kindern,
die kriminellen Traditionen unterworfen sind und an Seele und Körper
Qualen leiden.
SURGIR bedeutet «auftauchen».
Als Zeugin ihres Leidens und Sprachrohr ihres Aufschreis, ihres Handelns
und ihrer Revolte sind wir das Werkzeug ihres Kampfes.
Eine Verantwortliche, die seit
zwanzig Jahren mit humanitären Projekten das «Ehrenverbrechen»
bekämpft und noch immer überall auf der Welt beweisen muss,
dass Rettungsaktionen möglich sind und man Mentalitäten in
Frage stellen und sensibilisieren kann.
Eine Gynäkologin, die sich
an der Unmöglichkeit stösst, in der sich noch viele Frauen
befinden, über ihren eigenen Körper oder gar ihr Leben bestimmen
zu können.
Eine Juristin und Mitarbeiterin
des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von
Frau und Mann, die das Komitee in Bezug auf die Gesetzgebung und die
nationale und internationale Frauenförderungspolitik berät.
SURGIR ist eine unpolitische,
nichtkonfessionelle Bewegung.
Link: http://www.surgir.ch
Frauenmorde in Chihuahua, Mexiko
Link: www.amnesty.ch
Werden Sie aktiv!
Schreiben Sie an die mexikanischen Behörden
Link: www.amnesty.ch