Die Schuld, eine Frau zu sein
Amerikanisch-Pakistanische Doku
über Mukhtar Mai, die als Wiedergutmachung für ein angebliches
Vergehen ihres Bruders von Männern eines Nachbardorfs vergewaltigt
wurde. Doch die junge Frau weigert sich, die ihr zugedachte Rolle zu
akzeptieren und sich aus Scham selbst zu töten, wie es üblich
ist. Mit Hartnäckigkeit und gegen viele Widerstände bringt
sie die Täter vor Gericht. Mit der Entschädigungszahlung baut
sie in ihrem Heimatdorf die erste Schule für Mädchen und junge
Frauen auf, denn Mukhtar Mai ist überzeugt: Bildung ist für
Frauen der beste Schutz gegen patriarchalische Unterdrückung und
das, was ihr geschehen ist.
Originaltitel:
Shame; Filmlänge: 95 Min.; Jahr: 2006; Genre: Dokumentation; Land:
Pakistan, USA; Verleih: Bfilm Verleih – EYZ Media; Regie: Mohammed
Naqvi; Produzent: Mohammed Ali Naqvi, Jil Schneider
Gymnasiasten im Kampf gegen Ehrengewalt:
Die Gymnasiasten entwarfen das Drehbuch sowie alle im Film vorkommenden
Charaktere selbst.
Der Film trägt den Titel:
Verstoßen- Mir bleibt nichts anderes übrig
Ein Film von Alban Smajli und seine Freunde vom Albert- Schweitzer-Gymnasium
Auf dieser Web-Seite können
Sie weiteres über den Film erfahren und sich den Film (25 Min.)
anschauen:
Link: http://www.verstossen.vze.com
Iran: Galgen für eine 16-Jährige
Warum Atefeh hingerichtet wurde
Tod durch Erhängen lautete
das Urteil gegen die 16-jährige Atefeh R. Ihr wurde "unkeusches
Verhalten" vorgeworfen. Der Film rekonstruiert die aufwühlende
Geschichte eines ungewöhnlichen Teenagers.
Sendetermin
Mi, 09.05.07, 21.00 Uhr
Der Richter hatte dem Teenager
den Strick eigenhändig umgelegt. Die Bevölkerung der nordiranischen
Stadt Neka durfte zuschauen. Atefeh war die Tochter eines Drogenabhängigen,
Halbwaise und von den Großeltern mehr schlecht als recht betreut.
Eine Streunerin, die sich in der Kleinstadt freier gab als andere Mädchen
in ihrem Alter. Das wurde ihr zum Verhängnis.
Bereits mit 13 Jahren geriet sie
in die Fänge der islamischen "Moral-Polizei". Im Namen
Gottes wurde sie verprügelt und eingesperrt - wie es die strengen
Scharia-Regeln bestimmen. Weil andere Teenager abgeschreckt werden sollten,
wurde sie schließlich in einem unrechtmäßigen Verfahren
zum Tode verurteilt. An einem Sommermorgen wurde Atefeh dann in aller
Öffentlichkeit erhängt.
Ihre Geburtsurkunde, so die späteren
Recherchen von Menschenrechtlern und Journalisten, war gefälscht
worden. Denn auch der Gottesstaat Iran hat die UN-Kinderkonvention unterzeichnet,
wonach Minderjährige nicht hingerichtet werden dürfen.
Dokumentation von Monica Garnsey (2007
Link: http://www.phoenix.de/iran_galgen_fuer_eine_16_jaehrige
Film online sehen: http://www.archive.org/details/die_story_Iran_Galgen_fuer_eine_16_Jaehrige
Islam - zwischen Tradition und
Tabubruch (DVD)
Deutschland, 2005; ISBN/ Mediennummer:
4640893
Junge Muslims und Muslimas in
Deutschland zwischen Rap und Ramadan, zwischen Tradition und Tabubruch.
Sieben Beiträge: Features,
Interviews und Kurzdokumentationen geben ungewöhnliche Einblicke
in eine fremde und zugleich alltägliche Welt - in Gefühle,
Rituale, Wertvorstellungen.
Was sagt der Koran zu einem Disco-Besuch im Ramadan
oder gar zu homosexuellen Neigungen? Ist das Kopftuch mehr als ein schönes
Stück Stoff? Wie funktioniert eine Moschee? Wie gestaltet man Unterricht,
wenn über 80 Prozent der Schüler und Schülerinnen die
deutsche Sprache nicht beherrschen, in einer nicht-christlichen Kultur
aufgewachsen sind?
Die DVD "Islam - zwischen
Tradition und Tabubruch" gibt es bei vielen Bibliotheken und in
allen Medienzentren in NRW
Quelle: LZpB NRW
die story / WDR Fernsehen
Iran: Galgen für eine 16 Jährige
Warum Atefeh hingerichtet wurde
Sendetermin: 26.02.2007 um 22.30
Uhr
Ein Film von Monica Garnsey
Redaktion: Edeltraud Remmel
Tod durch Erhängen, so lautete
das Urteil gegen die 16jährige Atefeh R. Ihr wurde "unkeusches
Verhalten" vorgeworfen. Der Richter hatte dem Teenager den Strick
eigenhändig umgelegt. Der Galgen stand mitten in der nordiranischen
Stadt Neka, und die Bevölkerung durfte zuschauen.
die story
rekonstruiert die aufwühlende Geschichte eines ungewöhnlichen
Teenagers, Tochter eines Drogenabhängigen, Halbwaise und von den
Großeltern mehr schlecht als recht betreut. Eine Streunerin, die
sich in der Kleinstadt freier gab als andere Mädchen in ihrem Alter.
Das wurde ihr zum Verhängnis. Bereits mit 13 Jahren geriet sie
in die Fänge der islamischen "Moral-Polizei". Im Namen
Gottes wurde sie verprügelt und eingesperrt - wie es die strengen
Scharia-Regeln bestimmen. Weil andere Teenager abgeschreckt werden sollten,
wurde sie schließlich in einem unrechtmäßigen Verfahren
zum Tode verurteilt. An einem Sommermorgen wurde die 16jährige
dann in aller Öffentlichkeit erhängt.
Ihre Geburtsurkunde, so die späteren Recherchen
von Menschenrechtlern und Journalisten, war gefälscht worden. Denn
auch der Gottesstaat Iran hat die UN-Kinderkonvention unterzeichnet,
wonach Minderjährige nicht hingerichtet werden dürfen.
Videobestellung
DVDs und VHS-Kassetten der Sendungen können
Sie für eine private Nutzung anfordern bei:
Westdeutscher Rundfunk
Zentrale Aufgaben Fernsehen
Mitschnittservice
50600 Köln
E-Mail: mitschnittservice@wdr.de
Fax: 0221-220 8041
Vor der Hochzeit
Zwiespalt zwischen Tradition und Moderne
ZDF/ 30.08.2005 / Das kleine Fernsehspiel
Vor der Hochzeit - das ist die Zeit im Leben
vieler türkischer Mädchen, in der sich entscheidet, wie ihr
weiteres Leben verlaufen wird, eine Zeit, in der die Kluft zwischen
Tradition und westlichem Lebensstil unüberwindlich scheint.
Dokumentarfilm Deutschland 1996,
85' Min.
Buch und Regie: Antonia Lerch
Kamera: Antonia Lerch
Schnitt: Antonia Lerch
Ton: Benno Trautmann
Produktion: Romeo Film, Antonia Lerch, Berlin
Redaktion: Brigitte Kramer
Erstausstrahlung: 30.06.1996 / ZDF
"Vor der Hochzeit"
sollte eigentlich ein leichter Film über ein türkisches Mädchen
werden, das sich auf ein großes Ereignis vorbereitet - aber es
ist kein "leichter" Film geworden, denn er fängt die
gesamte Tragik ein, die junge Leute, die aus moslemischen Familien und
Kulturen stammen, hier erleben.
Berlin ist 23 Jahre alt und bildhübsch.
Ihre türkischen Eltern haben sie nach der Stadt benannt, in der
sie geboren ist. Berlin möchte heiraten, aber das ist gar nicht
so einfach. Die streng gläubigen Eltern erwarten, dass sie auf
deren Wunsch eingeht und einen jungen Mann aus ihrer alewitischen Glaubensgemeinschaft
heiratet, den die Eltern für ihre Tochter aussuchen. So war es
zu Hause üblich. In der deutschen Welt ist es schwer, mit dieser
Tradition zu leben - wo ist die Grenze?
Antonia Lerch dokumentiert kommentarlos, wie Berlin mit gleichaltrigen
Türken aus Kreuzberg wieder und wieder über ihren Zwiespalt
zwischen Tradition und Moderne diskutiert.
Die Autorin, die für
ihre kunstvoll montierten Dokumentarfilme bekannt ist, wollte einen
leichten Film über eine junge Frau vor der Hochzeit machen. Aber
herausgekommen ist ein Film über ein großes Dilemma - über
Familienbande, die Freiheit des Einzelnen, über Moral und Politik,
über Politik und Religion - und wie immer, wenn man Menschen näher
kommt, ein Film über die Liebe.
ARD Dokumentation: „die
story:
Sie hat sich benommen wie eine Deutsche
Mord im Namen der Ehre?
Ein Film von Gert Monheim
Redaktion: Jo Angerer
Sendetermin: 12.09.2005 um 22.30
- 23.15 Uhr /WDR
(Wh. 15. September, 0.00 Uhr, ARD).
Es war kalt an dem Abend,
als die 23-jährige Kurdin Hatun Sürücü in Berlin
starb. Am 7. Februar 2005 erlag sie den drei Kopfschüssen, mit
denen der Täter ihr Leben auslöscht. Kurze Zeit darauf verhaftet
die Polizei drei ihrer Brüder. Das vermutete Tatmotiv: die Rettung
der Familienehre. Gerd Monheim gelang es als bisher einzigem Journalisten,
sowohl den Vater als auch einen Bruder Hatuns vor laufender Kamera nach
möglichen Erklärungen und ihren Einschätzungen zu befragen.
Vor allem aber die Aussagen einer Schwägerin Hatuns werfen ein
erhellendes Licht auf die Abgründe aus religiösem Fanatismus
und Männlichkeitswahn. Besonders bewegend sind daneben kurze Filmsequenzen,
die Hatun auf einem Privatvideo zeigen: eine strahlende junge Frau,
verliebt und voller Lebenslust
Gesellschaftsreportage: Ehre - Stolz –
Scham
"Islam im Kiez"
"Wir haben ein Problem, und
das heißt 'Islam'
Sendetermin:
23.10.2005 / ARD
Beginn: 17.30 Uhr Ende: 18.00 Uhr
Länge: 30 Min.
Von: Margarethe Steinhausen
RBB Machos reden abfällig vom "Hurentreff".
Denn im "MaDonna" ist erlaubt, was sonst verboten ist. Lust
an der Bewegung zum Beispiel. Hip-Hop-Training schon für die Jüngsten.
Für kleine Araberinnen ist das eigentlich "haram", also
sündig.
Am Berliner Falkplatz,
mitten zwischen quadratischen Betonblöcken, predigt Gabi Heinemann
unablässig Selbstständigkeit. Und zwar denen, die davon zu
Hause nie etwas hören: Jungen Mädchen und Frauen aus türkischen
oder arabischen Familien. Gabi Heinemann leitet den Mädchentreff
"MaDonna".
Ein Islam, der Frauen
und Mädchen unterdrückt". In der Kuschelecke für
Teenager reden Mädchen über Themen, die zu Hause tabu sind.
Sexualität, Freiheit, Selbstbestimmung, Frauenrechte. Gezielte
Projektarbeit zu Themen wie - Ehre - Stolz - Scham kratzen an althergebrachten
islamischen Vorstellungen. Wie die Postkarte: "Ehre ist, für
die Freiheit meiner Schwester zu kämpfen". Für solche
Aktionen haben auch junge Muslime Zutritt im Mädchentreff.
"MaDonna" -
ein Stachel im Fleisch einer Parallelwelt, die von der islamischen Leitkultur
geprägt ist.
Der Tag, als ich meiner Hochzeit entkam (HR)
Die Flucht einer versprochenen Braut
Es gibt Tage, an denen
werden Lebensplanungen zu Makulatur. Tage, an denen Wege plötzlich
zu Ende gehen, an denen wir die Richtung wechseln müssen, ob wir
wollen oder nicht. In der ARD-Reihe „Der Tag als...“ erzählt
der Hessische Rundfunk Geschichten von Menschen, die ihr Leben im Fokus
dieses besonderen Tages sehen. Dramatische und anrührende Geschichten,
in denen ein Leben aus der sicher geglaubten Bahn gerissen wird oder
umgekehrt: in denen eine schier aussichtslos erscheinende Situation
sich plötzlich zum Guten wendet.
Die Geschichte von Esma und Hülya zum Beispiel. Es ist ein sonniger
Tag im Jahr 2002, in der Nähe der Stadt Adana, im Süden der
Türkei. Esma, 18, steht kurz vor der Hochzeit - mit einem älteren
Mann, den sie nicht will. Esma wurde in Deutschland geboren und wuchs
im Schwarzwald auf. Sie war erst 12, als ihre Mutter sie unter dem Vorwand
einer Urlaubsreise in die Türkei lockte, um sie auf den "rechten
Weg" zu bringen. 4 Jahre lebte sie in einer Koranschule, war Tag
und Nacht eingesperrt. In der Schule mussten die Mädchen auch nachts
das Kopftuch tragen, und jeden morgen um 3 Uhr wurden sie geweckt, für
das erste Gebet. Eine fremde Welt für ein Mädchen aus Deutschland.
Die Dokumentation von
Rita- Knobel- Ulrich erzählt die Geschichte einer jungen Frau,
die am Widerspruch von Tradition und Freiheit zu zerbrechen droht. Es
ist eine exemplarische Geschichte, und in diesem besonderen Fall hat
sie ein gutes Ende. Esmas ältere Schwester Hülya ist gekommen,
um bei den Hochzeitsvorbereitungen zu helfen. Das hat sie ihren Tanten
gesagt. In Wahrheit aber hat sie längst alles vorbereitet für
eine dramatische Flucht. "Der Tag, als ich meiner Hochzeit entkam"
ist ein Film, der ein Stück deutscher Gegenwart schildert: am Konflikt
zwischen archaischer Tradition und selbstverständlicher Freiheit
zerbrechen viele Emigrantenfamilien, und manche Deutschtürkinnen
bezahlen ihren Wunsch nach Selbstbestimmung mit dem Leben.
Esma und Hülya hatten Glück: In ihrem Fall war es nur die
Mutter, die das Gesetz des Korans durchsetzen wollte, den Koran, wie
sie ihn versteht. Der Vater, seit den 90er Jahren von seiner Frau geschieden,
hat eine liberalere Auffassung von der Religion und dem Leben. Und dennoch:
Für Esma und Hülya ist nichts mehr wie vorher. Sie haben ihre
Familie für immer verloren.
ARD, 11.07.05 um 21.45 Uhr: Der
Tag, als ich meiner Hochzeit entkam, Deutschland 2005, 45 Min., Reportage
von Rita Knobel- Ulrich
Das Buch zum Film:
„Ich wollte nur frei sein“
von Hülya Kalkan, 220 Seiten - Ullstein Hc, September 2005, ISBN:
3550078587
ZDF. reportage
Döner, Kopftuch, Zwangsheirat
Warum Neshe nicht heiraten will
Immer mehr muslimische Mädchen
werden in die Länder ihrer Väter verschleppt und zwangsverheiratet.
In Berlin - so schätzt man - waren es im Jahr 2004 rund 240 junge
Frauen. Die Dunkelziffer - so die Experten - liegt um ein zehnfaches
höher.
Zum Beispiel Neshe.
Sie lebt derzeit in einer deutschen Großstadt, versteckt und in
Todesangst. Ihr Vater hatte vor zwei Jahren auf einer Feier offiziell
ihre Verlobung mit einem Cousin in der Türkei verkündet. Als
Neshe ihre Mutter fragte, ob sie nicht einen anderen Mann heiraten könnte,
wurde sie geschlagen und mißhandelt. Vor zwei Jahren konnte sie
mit Hilfe einer Freundin fliehen.
Warum, so die Frage,
wollen die Eltern ihre Tochter gegen deren Willen verheiraten? Ihr Motiv:
sie lieben Neshe und wollen "nur ihr Bestes". Die Tochter
dagegen wehrt sich gegen die Zwangsheirat, sie hat vor allem Angst vor
ihren Brüdern. Neshe liebt ihre Familie, weiß jedoch, dass
sie sich ihr Leben lang versteckt halten muss, falls sie nicht nachgibt.
Die Reportage von Gabriele Jenk
gewährt anhand von Beispielen seltene Einblicke in die vor allem
türkische Parallelgesellschaft.
Länge:
30 min
Regie:
Gabriele Jenk
Zur Ehe gezwungen
Frauen flüchten vor ihren
Familien
Ein Film von Renate Bernhard und
Sigrid Dethloff, MDR 2005, 30 Min.
Sie sind in Deutschland
geboren und hier aufgewachsen. Doch anders als bei ihren deutschen Altersgenossen,
suchen ihre Eltern ihren Ehepartner aus. In vielen Immigrantenfamilien
gelten immer noch die alten Traditionen und Wertvorstellungen des Herkunftslandes.
Die, die dagegen aufbegehren und sich dem Willen der Eltern nicht beugen
wollen, zahlen einen hohen Preis.
Der Film beschreibt, welche zerstörerischen Folgen Zwangsheirat
haben kann: für die, die sich fügen und in unglücklichen
Ehen leiden; für die, die flüchten und alle Bindungen kappen
müssen und für die Eltern, die mit alten Moralvorstellungen
nicht brechen können und ihre Kinder und das Ansehen in der Gemeinschaft
verlieren. Der Film analysiert, aus welchen Quellen sich der Ehrbegriff
speist und welche Möglichkeiten in Deutschland bestehen, Zwangsehen
zu verhindern und die Opfer zu schützen.
MDR
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