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Film - Tipps
 
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Cemile oder das Märchen von der Hoffnung
Von Ismet Elci, Spielfilm, BRD 1996, Laufzeit: 84 Minuten
Schauspieler: Lale Mansur, Talat Bulul, Tuncel Kurtiz, Sevda Ferdag, Sükrye Dönmez

Die junge Kurdin Cemile schlägt sich mit ihren Kindern im Südosten der Türkei allein durch. Sie bleibt lange ohne Nachricht von ihrem Mann Kasim, denn der musste wegen der Teilnahme an einer verbotenen Demonstration in Istanbul nach Deutschland fliehen. Eines Tages wird Cemile beim Versuch, für die Kinder etwas zu essen zu beschaffen, auf einer Plantage vergewaltigt. Kasim wird unterdessen aus Deutschland abgeschoben. Überraschend heimgekehrt, veranlasst er seine Frau, mit ihm in das Dorf seines Vaters zu gehen. Doch Cemile passt sich nicht in das archaische Umfeld ein und wird als Quelle des Unglücks von der Familie abgelehnt. Ihr Konflikt wird existentiell, als sie bemerkt, dass sie aus der Vergewaltigung schwanger wurde. Nie wird die Dorfgemeinschaft ihre Unschuld akzeptieren. Als ihr Mann denunziert und schließlich verhaftet wird, verlässt sie mit ihren Kindern das Dorf. Ein Weg in eine neue Hoffnung?


Das Siegel
Dokumentation, BRD 2001, Laufzeit: 34 Minuten

Ein Video von und mit jungen Frauen nichtdeutscher Herkunft über die Möglichkeiten und Grenzen vorehelicher Partnerschaften.
Fünf junge Frauen nichtdeutscher Herkunft und unterschiedlicher Religionszugehörigkeit erzählen in Portraits über ihre Erfahrungen, die Möglichkeiten und Grenzen von vorehelicher Partnerschaft mit dem besonderen Blickpunkt auf die Wichtigkeit ihrer Jungfräulichkeit.
Zusammen mit einer kurdischen Medienpädagogin produzierten sie im Rahmen eines siebenmonatigen Projektes einen genauso subjektiven wie authentischen dokumentarischen Bericht. Die jungen Filmemacherinnen interviewen neben Familienangehörigen auch Jungen nicht-deutscher Herkunft, die zur Jungfräulichkeit ihrer potentiellen Ehefrauen eher unreflektierte traditionelle aber auch gleichberechtigte Meinungen äußern, für sich selbst jedoch durchweg die Wichtigkeit ihres Lustorientierten (vorehelichen) Sexuallebens betonen.


Dügün - Die Heirat
Von Ismet Elci, Spielfilm BRD 1991, Laufzeit: 91 Minuten
Schauspieler: Oguz Tunc, Asli Altan, Halil Ergün

Ismet Elci hat einen leidenschaftlichen Film über einen jungen Mann gedreht, der zwischen zwei völlig verschiedenen Kulturen hin- und hergerissen ist.

Der junge Türke Metin auf dem Weg von Berlin in seine ostanatolische Heimat, die ihm so fremd geworden ist. Er will seine schwerkranke Mutter besuchen. Als er endlich in Yenice eintrifft, ist sie zu seiner Überraschung wohlauf. Bald dämmert ihm, dass das Telegramm seines Vaters Ihsan nur ein Vorwand war, um ihn nach Hause zu locken. Er soll nämlich die ihm fremde Aygül heiraten. Aygül erwartet ihren zukünftigen Ehemann bereits ungeduldig, obwohl sie ihn seit ihrer Kindheit nicht gesehen hat.


Enthüllungen / zum Kopftuch-Tragen von muslimischen Mädchen
und jungen Frauen in Deutschland

Film aus Projekt BRD 2000, Laufzeit: 27 Minuten

Das Video wurde von einer Gruppe muslimischer Mädchen und jungen Frauen im Alter von 12 bis 22 Jahren unter Anleitung einer kurdischen Filmemacherin selbst produziert. Sie stammen aus verschiedenen Ländern und tragen selbst Kopftuch. Im Mittelpunkt des Films steht das "Kopftuch", für die einen selbst gewählter und freier Teil und Ausdruck ihrer Religion, für anderen Teil einer Frau und ihre Sexualität unterdrückenden patriarchalen Religions- und Kultursystems. In drei Personenportraits der 12-jährigen Hafsa, der 13-jährigen Amani und der 22-jährigen Saher wird gezeigt, wie und warum diese Muslima mit dem Kopftuch leben, und wie ihr privates, schulisches und Arbeitsumfeld reagiert.
Interviews mit deutschen und türkischen Mädchen und Jungen zeigen aus verschiedenen Sichtwinkeln teils Verständnis und teils Vorbehalte gegen den Brauch.


Karfunkel: Heimliche Weihnacht
Kurzfilm BRD 1993, Laufzeit: 31 Minuten

Nalan, ein türkisches Mädchen, möchte wie die anderen Kinder in ihrer Umgebung Weihnachten feiern. Bei ihren Eltern löst sie mit ihrem Wunsch Entsetzen aus: ihre Religion ist der Islam, Weihnachten ist ein christliches Fest. Aber Nalans Eltern finden eine Lösung, obwohl da noch der strenggläubige Onkel Ishan mit seiner Familie ist.
Eine heitere, aber ernst zu nehmende Geschichte um Muslime, Christen und das Weihnachtsfest


Fröhliche Weihnacht, Rachid
Von Sam Garbarski, Kurzfilm Belgien/Frankreich 2000, Laufzeit: 15 Minuten,
Orig. "Joyeux Noel, Rachid“

Die beiden in Belgien lebenden muslimischen Jungen Rachid und Ibrahim sind fasziniert vom Weihnachtsfest. Alle Straßen sind festlich beleuchtet, die Schaufenster sind voller Geschenke und dann taucht auch noch ein Weihnachtsmann auf. Die beiden Jungen beschließen, ihr eigenes kleines Weihnachtsfest zu feiern. Was soll schon dabei sein - Christen essen ja auch Couscous. Sie organisieren einen Weihnachtsbaum, beschenken sich wechselseitig und gehen am Heiligen Abend in eine christliche Kirche, wo sie sich wie in einer Moschee am Eingang die Schuhe ausziehen.
Der Film zeigt mit liebevollem Witz und Situationskomik, welche Schwierigkeiten beim Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen entstehen können. Für Rachid und Ibrahim ist das Weihnachtsfest ein glitzernder, fremder Spaß, an dem sie teilhaben möchten. Sie betrachten das Weihnachtsfest von ihrem Kulturkreis aus. Der Film bietet sich an zum Einstieg in interkulturelle Trainings. "Fröhliche Weihnachten, Rachid" vermittelt nicht die Unüberbrückbarkeit der Grenzen zwischen moslemischen und christlichen Glauben. Er zeigt auf einfache und humorvolle Weise, welche Wünsche und Vorstellungen beim Aufeinandertreffen verschiedener Kulturhintergründe entstehen können.


Geschwister / Kardesler
Von Thomas Arslan, Spielfilm BRD 1996, Laufzeit: 82 Minuten
Schauspieler: Tamer Yigit, Savas Yuderi, Serpil Turhan, Hildegard Kuhlenberg

Der Film beschreibt die Alltagserfahrung dreier in Berlin aufgewachsenen Jugendlichen, die auf sehr unterschiedliche Weise mit ihrer türkischen Herkunft umgehen. Sie haben ähnliche Sehnsüchte und Probleme wie ihre deutschen Altersgenossen in vergleichbaren Verhältnissen. Der Umstand jedoch, dass sie zusätzlich mit der ihnen zugeschriebenen Rolle des "Ausländers" umgehen müssen, schafft schwierige Situationen und zwingt sie zu Reaktionen und Selbstdefinitionen, die voller Fallen sind


Gleich und anders
Von Gülseren Suzan; Jochen Menzel, Dokumentation BRD 2000, Laufzeit: 47 Minuten

Atilla und Vanessa - zwei Kinder, die in Gostenhof aufwachsen. Ihre Nürnberger Geschichte beginnt mit dem Entschluss der Großeltern die türkische bzw. spanische Heimat zu verlassen, um in Deutschland Arbeit zu suchen.
Doch das ist lange her. Was heute zählt ist der deutsch-türkische und der deutsch-spanische Alltag, die Sprache ihrer Eltern und die Sprache der Schule, die eigenen und die teilweise noch fremden Traditionen. Es ist eine Welt mit vielen Herausforderungen und Zumutungen, denen sich die Kinder stellen müssen.
Der Dokumentarfilm, entstanden in einer zweijährigen Arbeit, zeigt einen Ausschnitt von Kindheitserfahrungen, die geprägt sind von zwei Kulturen


Heimaten - Deutsche Türken
Von Gülseren Suzan; Jochen Menzel, Dokumentation BRD 1995, Laufzeit: 49 Minuten

Der Film porträtiert türkische Jugendliche, die in Nürnberg aufgewachsen sind. Er gibt Einblicke in das Lebensgefühl der Jugendlichen, die sich als eine Minderheit zu begreifen beginnen. Wenn diese Jugendlichen nach ihrer Identität suchen, stoßen sie auf die Herkunft ihrer Eltern, entdecken ihre eigenen ethnischen, kulturellen und religiösen Wurzeln.
In Deutschland fühlen sie sich ausgeschlossen, da ihnen elementare Bürgerrechte fehlen. Wie es Yurda im Film sagt: "Es muss einfach auch öffentlich gezeigt werden, die gehören zu uns!".
"Heimaten - Deutsche Türken" ist die Langfassung von "Zweimal zu Hause"
(1996, 22 min)


Zweimal zu Hause- Türkische Jugendliche auf der Suche nach ihrer Identität
Von Gülseren Suzan; Jochen Menzel, Dokumentation BRD 1996, Laufzeit: 22 Minuten

Der Film porträtiert türkische Jugendliche, die in Nürnberg aufgewachsen sind. Er gibt Einblicke in das Lebensgefühl der Jugendlichen, die sich als eine Minderheit zu begreifen beginnen. Wenn diese Jugendlichen nach ihrer Identität suchen, stoßen sie auf die Herkunft ihrer Eltern, entdecken ihre eigenen ethnischen, kulturellen und religiösen Wurzeln. In Deutschland fühlen sie sich ausgeschlossen, da ihnen elementare Bürgerrechte fehlen. Wie es Yurda im Film sagt: "Es muss einfach auch öffentlich gezeigt werden, die gehören zu uns!".
Der Film ist eine Kurzfassung von "Heimaten - Deutsche Türken" (1995; 49 Min.)

 
 

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