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Film - Tipps
 
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Hier wohnen nur noch Türken
Von Martin Buchholz, Dokumentation BRD 2000, Laufzeit: 20 Minuten

Deutsche und türkische Frauen in einem von zahlreichen Türken bewohnten Duisburger Stadtteil bemühen sich um Begegnung und friedliche Nachbarschaft. Sie treffen sich, um zu reden, zu kochen, zu essen, von einander zu lernen und Vertrauen aufzubauen. Der Film spart die Probleme nicht aus, weist aber darauf hin, dass partnerschaftliches Handeln eine Chance in sich birgt: Der Stadtteil Duisburg-Marxloh wird nicht mehr sein, was er war. Es gilt jedoch, gemeinsam eine Heimat mit einem neuen - menschlichen - Antlitz zu schaffen.


Ich bin ein Kanake
Von Thomas Draeger, Spielfilm BRD 1991, Laufzeit: 28 Minuten

Michel hat endlich seinen Freischwimmer gemacht. Doch auf dem Nachhauseweg passiert ihm ein kleines Malheur: die viele Limonade und das viele Wasser, das er getrunken hat, lässt sich nicht mehr aufhalten... Mit nasser Hose fährt er beschämt bis zur Endhaltestelle. Unversehens findet er sich in Berlin-Kreuzberg wieder, eine für ihn unbekannte Welt. Aus Säcken der Kleidersammlung sucht er sich eine neue, bunte Hose aus. Mit der Hose zieht er anscheinend auch eine neue Identität an: er wird nun für einen Ausländer gehalten. Auch von den türkischen Kindern. Als sie ihn fragen, was er denn für einer ist, bekommt er Angst, sich Deutscher in dieser fremden Umgebung erkennen zu geben. Auf einer Hauswand entdeckt er "Kanaken raus". Das ist für ihn die Rettung: "Ich bin ein Kanake", sagt er. Michel erlebt einen Tag in Berlin-Kreuzberg als Ausländer


Im Niemandsland
Von Hans A. Gutter, Dokumentation BRD 1983, Laufzeit: 75 Minuten

"Im Niemandsland" zeichnet das Porträt von Kindern von Arbeitsemigranten, die in Deutschland aufgewachsen sind. Der Film zeigt den Alltag und die Lebensbedingungen dieser Jugendlichen und erzählt von ihren Hoffnungen und Träumen. Türkische Jugendliche sprechen von Deutschland als dem "kleinen Amerika". Dabei sieht die Realität oft anders aus: schlechte Ausbildungschancen kennzeichnen in der Regel ihre Zukunft. Trotzdem lassen sich dieses Jugendliche ihre Hoffnung auf eine glückliche Zukunft nicht nehmen


Irgendwohin gehören - Türkische Mädchen in Berlin
Von Gerlinde Böhm, Dokumentation BRD 1989, Laufzeit: 30 Minuten

Drei Frauen und drei Frauenrollen in der deutschen Gesellschaft:
Nalan, 15 Jahre alt, lebt nach dem Koran, trägt Kopftuch und islamische Frauengewänder.
Gülay, 21 Jahre alt, arbeitet als Erzieherin in einem Berliner Mädchenladen.
Yildiz, 20 Jahre alt, möchte am liebsten dort leben, wo nationale Unterschiede keine Rolle spielen.
Alle drei haben einen Weg gefunden, der sehr viel anstrengender ist als demjenigen gleichaltrigen deutschen Mädchen


Zuerst bin ich Mensch, dann Türke- Türkische Männer in Berlin
von Gerlinde Böhm, Dokumentation BRD 1989, Laufzeit: 30 Minuten

Mehmet hält es nicht unbedingt mit dem Islam, aber die türkische Tradition ist für ihn ein essentieller Bestandteil seines Lebens in Deutschland - sein Ziel ist die Rückkehr in die Türkei.
Für Haldun wiederum liegt die Priorität seines Lebens im Gastland in der Orientierung an der islamischen Religion; er fühlt sich in Deutschland zu Hause


Kismet - Heiraten nach Deutschland
Von Gülseren Suzan; Jochen Menzel, Kurzfilm BRD 1994, Laufzeit: 10 Minuten

Die 20-jährige Türkin Berna heiratet den drei Jahre älteren Kalender, einen Sohn ihres Onkels. Vier Tage nach der Hochzeit begibt sie sich auf die Reise nach Deutschland, nach Forchheim - dorthin, wo ihr Mann aufgewachsen ist und wo sie sich erst einmal fremd fühlen wird. Wie Berna kommen jedes Jahr viele als junge Ehepartner nach Deutschland. Nach dem Ausländergesetz erhalten Nachgezogene erst nach vier Jahren eine eigenständige Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis. Am härtesten trifft das die Frauen. Sollte die Ehe scheitern, werden sie ausgewiesen. Aber der Weg zurück in die Familien steht selten offen.
Teilweise Türkisch mit deutschem Untertitel


Koran im Klassenzimmer; Ein Beitrag zur Ausländerintegration
Von Margarethe Steinhausen, Dokumentation BRD 2000, Laufzeit: 20 Minuten

Was denken die "Betroffenen", also die Schüler, über die Einführung eines regulären islamischen Religionsunterrichts? Deutsch oder Türkisch? Bekenntnisunterricht oder Informationen über die Religionen (also Religionskunde)?
Die Rede ist vom sichtbar gewordenen Islam (Moscheen, Kopftuch tragende Frauen), von Korankursen, die sich (zumindest teilweise) verändern, von der "Doppelwelt unterschiedlicher Wertvorstellungen": Familientraditionen (Ehre, Moral, Schande), Auswendiglernen von Koransuren und konservative Koranauslegung auf der einen Seite, Erziehung zur selbständigen Urteilsbildung und Entscheidungsfähigkeit auf der anderen Seite


Nazmiyes Kopftuch
Von Monika Bach, Kurzfilm BRD 1993, Laufzeit: 18 Minuten

Anhand eines Konfliktbeispiels - ein etwa neunjähriger deutscher Junge nimmt seiner türkischen Mitschülerin Nazmiye das Kopftuch weg - thematisiert der Kurzspielfilm das alltägliche Zusammenleben türkischer und deutscher Kinder in deutschen Schulen und gibt einen ersten Einblick in Bräuche und Lebensgewohnheiten einer muslimischen Familie.
Dies ist ein "Fragezeichenfilm", der Probleme aufreißt und die Hintergründe dazu andeutet, sie aber nicht klärt. Deshalb sind vom Vorführenden elementare Kenntnisse über den Islam vonnöten, um falsche Vorstellungen nicht zu fixieren, sondern zu korrigieren.
Der Film sollte nicht isoliert eingesetzt werden. Er verlangt nach Ergänzung, Vertiefung, Weiterarbeit.


„Shirins Hochzeit“
Von Helma Sanders- Brahms, WDR- Köln , Spielfilm, s/w, Deutschland 1975,
Laufzeit: 125 Minuten, mit: Ayten Erten, Jürgen Prochnow, Aras Oren, Alica Georgoulis, Peter Franke

Shirin lebt in Anatolien in tiefster Armut. Sie liebt Mahmud, einen jungen Mann aus ihrem Dorf, der in Deutschland arbeitet. Mahmut kommt eines Tages auf Besuch nach Hause und hat allen etwas mitgebracht; für sie bleibt nur eine billige Plastikschüssel übrig. Dennoch glaubt sie weiterhin an ihre große Liebe. Als die Brüder sie mit dem Dorfverwalter verheiraten wollen, flieht Shirin kurz vor der vereinbarten Hochzeit. Sie lernt in Istanbul deutsch, lässt sich als Gastarbeiterin nach Deutschland anwerben und sucht in jeder freien Minute ihren Mahmut in Köln. Doch sie verliert ihre Arbeit in der Fabrik und muss aus dem angeschlossenen Wohnheim ausziehen. Vorübergehend kommt sie bei griechischen Freunden unter und kann als Putzhilfe in einem Büro arbeiten. Dort wird sie eines Morgens von einem betrunkenen Angestellten vergewaltigt. Kurze Zeit später sitzt sie wieder auf der Straße, als ihre Freunde in die Heimat zurückkehren. Ein Zuhälter verspricht ihr Wohnung und Arbeit. Für diesen steigt sie nachts in Gastarbeiter-Unterkünfte. Eines Nachts wird auch Mahmut ihr Kunde, ohne sie zu erkennen.


Frauen im Aufbruch – Frauen und Gewalt
Frauenhäuser in Deutschland und Italien
Von Lisa Glahn, Deutschland 1994, 59 Minuten

„Frauen im Aufbruch“ zeigt die unterschiedliche Geschichte, Struktur und Arbeitsmethode zweier Frauenhäuser, eines in Italien und eines in Deutschland, die mit verschiedenen Mitteln versuchen, dasselbe Ziel zu erreichen: Frauen zu helfen, sich aus gewalttätigen Situationen zu lösen und einen möglichen Bewusstseinsprozess bei den Frauen einzuteilen.
Indem die Filmemacherin Lisa Glahn versucht, positive Wege und Entwicklungsschritte aufzuzeigen, möchte sie insbesondere misshandelten Frauen Mut machen, sich aus diesen Lebensumständen zu lösen. Im Zentrum des Films stehen Frauen, die den ersten Schritt aus einer gewalttätigen Beziehung gewagt haben und nun versuchen, sich mit Hilfe des Frauenhauses neue Lebensperspektiven aufzubauen


Abschied vom falschen Paradies
(frei nach dem Buch „Frauen, die sterben, ohne dass sie gelebt hätten“ von Saliha Scheinhardt)
Von Tevfik Baser, Deutschland 1989, 92 Minuten, mit: Zuhal Olcay (Elif) Brigitte Janner (Marianne) Ruth Olafsdottir (Gabriella) Barbara Morawiecz (Nora) Ayse Altan (Gülizar) Serpil Inanc (Hatice) Karin Klugmann (Isolde)

Die junge Türkin Elif sitzt wegen Mordes an ihrem Peiniger und Ehemann in einem deutschen Gefängnis. Jahrelang hatte sie seine grausamen Misshandlungen und die langsame Auslöschung ihrer Persönlichkeit erduldet. "Befreit" von dem Druck der strengen Traditionen, der Religion und der Familie, genießt sie ihren neuen Lebensabschnitt und erfährt Freundschaft und Zuneigung durch ihre Mitgefangenen. Mit einem bis dahin nie dagewesenem Selbstbewusstsein will sie ihr Leben nach der Haftstrafe in die Hand nehmen, doch als türkische Kriminelle droht ihr die Abschiebung in die Türkei und die Blutrache ihres Schwagers. Stellenweise türkisch mit deutschen Untertiteln.


Von Filmemacherin Lisa Glahn

WEIL DAS HIER NICHTS BESONDERES IST
Türkische Mädchen Köln-Chorweiler
Von Lisa Glahn, 2001, 3sat / ZDF

WIR SIND ANDERS ALS IHR UNS WOLLT
Mädchen auf Trebe in Deutschland
Von Lisa Glahn, Uwe Britten, München 1997, 45 Minuten, 3sat / ZDF

 
 

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