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Ich strengte mich gewaltig an,
weil ich dir gefallen wollte,
wollte deinen Wünschen nachkommen.
Ich schämte mich dafür,
dass ich in mir eine verheerende Kraft spürte,
die mich von deiner Wahrheit abdrängte.
Ich strengte mich gewaltig an,
den Platz einzunehmen, den du mir zugewiesen hast.
Versuchte die Stimmen meines Körpers
und meiner Seele einzusperren,
ihn so tief wie möglich zu begraben,
so, dass es schmerzte.
Ich tat was du wolltest,
sagte was du wolltest.
Ich wagte nicht ich selbst zu sein,
auch nicht in den Träumen,
auch nicht, wenn ich alleine war.
Ich sah, dass du mich liebtest,
auch ich wollte dich lieben.
Bei dem Gedanken hüpfte mein
Herz aufgeregt und verwirrt.
Doch ich begriff, dass ich dich
eigentlich hasste,
denn ich glaubte, dass ich dich liebte.
Ich sah, wie mein Hass sich in Angst
verwandelte.
Angst verlassen und verurteilt zu werden.
Angst vor deinem stummen Gesicht.
Und doch, hörte ich in mir
eine Stimme,
die sich nicht zu Schweigen bringen lässt.
Und eines Tages;
verließ ich dich,
kurz vor deinem Tod.
Serap Cileli
02.08.03
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