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Rechtsfreie Räume für MigrantInnen

Die Kopftuchdebatte zwischen »Becklash« und Repressionsforderungen

von Frigga Haug
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Marieluise Beck, hat sich im Rahmen der »Kopftuchdebatte« mehrfach gegen ein Kopftuchverbot ausgesprochen. Dies erregte wiederum den Ärger einiger Feministinnen, die darin einen »Becklash« gegen Frauenrechte sahen. In einem Offenen Brief an Beck sowie Frauenministerin Renate Schmidt und Justizministerin Brigitte Zypries fordern die Feministinnen Halina Bendkowski und Helke Sander sowie der Gewerkschafter Günter Langer daher die Durchsetzung von Freiheitsrechten für Migrantinnen. Mitunterzeichnet haben den Aufruf rund hundert Feministinnen und AntirassistInnen wie Viola Roggenkamp, Seyran Ates, Serap Cileli sowie die Frauenrechtsorganisation Terre des femmes.
Nach ihrer Auffassung sollen alle MigrantInnen, die nach Deutschland wollen und aus »Ländern kommen, in denen Männer gegenüber Frauen rechtlich privilegiert sind«, ab sofort das Gleichheitsgebot des Grundgesetzes anerkennen – andernfalls »verwirken sie ihr Aufenthaltsrecht«. Der Vorschlag läuft, falls er ernst gemeint sein sollte, unweigerlich auf die Abschiebung von MigrantInnen hinaus, die dagegen verstoßen.

Link: http://www.iz3w.org/iz3w/Ausgaben/276/LP_s07.html


Wieder im Alarmzustand

Gewandelter Blick auf die multikulturelle Gesellschaft
Der Mord am niederländischen Filmemacher Theo van Gogh hat auch in Deutschland eine erregte öffentliche Diskussion ausgelöst. Gestritten wird vor allem über Scheitern und Chancen der multikulturellen Gesellschaft. Plötzlich haben Themen Konjunktur, die lange ignoriert wurden. Zugleich verändern sich die Urteile. Was gestern als Versprechen einer kosmopolitischen Zukunft galt, weckt heute Verdacht und macht Angst.
«Ein heikles Thema» lange tabuisiert
Eine verquere Form der politischen Korrektheit blockierte lange eine angemessene Berichterstattung. Immer wieder hörte zum Beispiel Serap Cileli, selber Opfer einer Zwangsheirat und heute in der Betreuung von Leidensgefährtinnen engagiert, in Zeitungsredaktionen: «Das ist ein heikles Thema. Wenn wir das anpacken, dann schüren wir Ausländerfeindlichkeit.» Auch setzen engagierte Antirassismusaktivisten sehr rasch strafrechtliche Mittel ein, wenn sie nur den leisesten Verdacht haben, die journalistische Kritik am Verhalten ethnisch-religiöser Minderheiten könne zulässige Grenzen überschreiten. In der Schweiz erfuhr dies der Ringier- Publizist Frank A. Meyer. Für Hendrik Zöllner, den Sprecher des Deutschen Journalistenverbands, ist es da nicht überraschend, dass Journalisten sich von solchen Themen fernhalten, zumal nur wenige sich in der Sache hinreichend auskennen: «Auch Journalisten teilen die Tabus ihrer Gesellschaft.» Er beruhigt sich damit, dass «solche Tabus zum Glück nicht ewig dauern». So bescheiden kann man die Anforderungen an die eigene Zunft formulieren.

Link: http://www.nzz.ch


Kampf der tödlichen Ehre

Ehrenmorde passieren nicht nur in der türkischen Provinz oder in Saudi-Arabien oder im Iran. Sie passieren auch mitten in Deutschland. So wie in dem Fall der 16-jährigen Ulerika, die von ihrem Vater erwürgt wurde, weil sie einen Freund hatte. Die Mutter von Ulerika, Hanife Gashi, kann ihre Tochter nicht mehr lebendig machen – aber sie will dazu beitragen, dass es nicht noch mehr Tote gibt. Darum schloss die Albanerin sich den Frauen von Terre des Femmes an. Auch am 25. November wird sie wieder mit die Straße gehen. Denn am diesjährigen „Tag gegen Gewalt gegen Frauen“ startet die Frauenrechtsorganisation eine Kampagne gegen die „Ehrenmorde“.

Link: http://www.emma.de/04_6_ehrenmorde.html


Kampagne gegen häusliche Gewalt
Die Stadt Frankfurt am Main hat eine Kampagne zum neuen
Gewaltschutzgesetz organisiert, das im Januar 2002 in Kraft getreten ist.

Link: http://www.stadt-frankfurt.de


" Vergewaltigung auf Lebenszeit "

Zwangsheirat: die Ehe als Gefängnis

Jährlich werden Millionen Frauen gegen ihren Willen verheiratet. In allen Gesellschaften, auch in Deutschland. Allein dort sind es 30.000, schätzt die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.
Deria ist 17 und trägt ihre langen schwarzen Haare offen. Ihre Mutter wollte, dass Deria sie unter einem Kopftuch versteckt und während der Sommerferien in der Türkei den eigenen Cousin heiratet. Deria ist in ein anonymes Mädchenhaus geflohen.
Nur wenige Frauen wagen diesen Schritt. Für sie bedeutet die Zwangsheirat "Vergewaltigung auf Lebenszeit", sagt die Türkin Serap Cileli. Als ehemalig Betroffene weiß Serap, worüber sie spricht: jetzt liegen die "Jahre des Schweigens" hinter ihr. Sie lebt in Deutschland, schreibt Bücher und hilft Mädchen, die von Zwangsheirat bedroht sind. Serap unterscheidet drei verschiedene Arten der Zwangsheirat:

Link: www.dw-world.de/german


taz Köln
Von Angst und Zweifeln zerrissen
In Köln wenden sich jährlich 25 bis 30 junge Frauen an "agisra", weil sie von Zwangsverheiratung bedroht sind. Die Beratungsstelle für Migrantinnen berät und betreut jene, die ihre Familie verlassen.
115 Zeilen, Jeanette Seiffert (TAZ-Bericht)

Link: www.taz.de/pt/2004/02/07.nf/ressort.q,TAZK.re,kr


Istanbul Post
Das wöchentliche, deutschsprachige Internetmagazin der Türkei
„Der Mut einer Frau gegen das Ehrverständnis“

Link: www.istanbulpost.net


Michelstadt Gymnasium
Link: www.comenius-michelstadt.de


„Integration läuft über die Frauen“
Deutschkurse werden weitergeführt- Serap Cileli fasst Erfahrungen zusammen – Frauenbeauftragte und Stadt Erbach beteiligt.
Link: www.odenwaldkreis.de/presse


Thema „ Zwangsheirat und Integration“ auch in der dänischen Tageszeitung.
Interview mit Serap Cileli.
Link: www.kristeligt-dagblad.dk/forside


Benefizkonzert ( von TDF) Eindrücke und Bilder auf der TDF Web-Seite
Link: www.frauenrechte.de/themen


Familienehre ist die Bringschuld der Frau
Zwangsheirat / Terre Des Femmes startet eine Kampagne zum Thema
Zwangsheirat
Stadt Revue Köln Magazin | Archiv
Link: www.stadtrevue.de


Die Gegenüberstellung: Serap Cileli. Ayses Geschichte.
Link: http://www.genoveva-gymnasium.de/hauptframe.htm


Womanticker-News-das netz
Serap Cileli spricht klare Worte und hat ihre Website "allen Frauen gewidmet, die
an den Folgen der Zwangsheirat starben oder sie noch ertragen."Serap Cileli
Link: www.womanticker.net


Stoning, Steinigung, lapidation + Fatwas
Link: http://www.isioma.net/i-stoning.html


Papatya - Türkisch Deutscher Frauenverein eV
Die Autorin Serap Cileli liest täglich türkische Zeitungen, die in Berlin
auf den Markt kommen, und sucht nach Berichten über Ehrenmorde.
Link: www.papatya.org/presse


Diskussion im Politikforum
Link: www.politikforum.de/forum/showthread.php?threadid=9785


Menschenrechte Schweiz MERS
Link: www.humanrights.ch/themen/universalitaet/texte.html


Zwangsheiraten
Frankfurter Rundschau, 17.07.2003

Link: www.kommunikationssystem.de/foren/cl.regionen.kurdistan


HR Online-Interview
Link: www.hr-online.de/hf/hr2/manuskripte/2002/02-164.rtf
(rtf-Datei)


Literaturkritik
Link: www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=5621


Isoplan / Zwangsverheiratungen nicht tatenlos hinnehmen
Link: www.isoplan.de/aid/2002-4/notizen.htm


 
 
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