runter
Printmedien 2002
 
1 | 2
 

 

16.12.2002 / Rhein- Main- Presse

Von Katja Hink
Zwangsehe auch bei Ausländerfamilien in Deutschland ein Problem / Terre des Femmes startet bundesweite Kampagne
WIESBADEN: Papatya hat eine Geheimadresse, die Mädchen kennen die Nachnamen der acht Mitarbeiterinnen nicht. Dies dient der eigenen Sicherheit und der der Mädchen: Ein Vater ermordete die zurückgekehrte Tochter, eine Mitarbeiterin wurde auf der Straße mit der Pistole bedroht, Cousins zerrten ein Mädchen aus einem Gespräch im Jugendamt.
„Zwangsheirat ist nie das einzige Problem,“ sagt Eva. „Die Mädchen haben durchweg Gewalt erfahren.“ Und:“ Oft ist auch sexueller Missbrauch im Spiel.“ Erst wenn die jungen Frauen vor der Hochzeit massiv Gewalt ausgesetzt sind oder mit dem Tod bedroht werden, wehren sich manche, „andere starren wie von einer Schlange hypnotisiert auf das Ereignis.“ Denn: die Familie ist alles, was sie haben. Sich aus diesem sozialen Netz zu lösen, falle unendlich schwer, viele schaffen es nicht: Etwa jede Zweite, die zu Papatya kommt, kehre zur Familie in meist wenig veränderte Verhältnisse zurück.


29. 11. 2002 / Schwäbisches Tagblatt

Als Mädchen vom Vater an den Mann gebracht
Frauen / Für viele Türkinnen beginnt mit der Zwangsheirat eine oft lebenslange Knechtschaft
Von Elisabeth Zoll
Tübingen: "Es geschieht jeden Tag bei uns in der Nachbarschaft", sagt Serap Cileli. Junge Mädchen werden gegen ihren Willen verheiratet - nicht nur in der Türkei, auch hier in Deutschland.
Sie und Terre des Femmes wenden sich gegen diese Gewalt an Frauen.

Link: www.cityinfonetz.de/tagblatt/archiv/2002/das.magazin
(gleiche Artikel erschien am 26. 11. 2002 in der SÜDWEST PRESSE)


4.11.2002 / Darmstädter Echo

Experiment geglückt
Erwachsenenbildung:
Deutschkurs für Türkinnen erfolgreich abgeschlossen
Was vor ziemlich genau einem Jahr auf Initiative der in Erbach lebenden türkischen Autorin Serap Cileli als Experiment begann, kam jetzt zum Abschluss. Zwanzig türkische Frauen erhielten aus den Händen der Kreisfrauenbeauftragten Amarelle Opel die Bescheinigungen für ihre erfolgreiche Teilnahme am Deutschkurs für türkische Frauen, der von Elke Wildt geleitet wurde. Freiwillig einer Prüfung mit Benotung unterwarfen sich Ayla Demirtas, Selver Koca, Figen Ölcer, Bilge Salman, Dilek Salman, Sema Savaskan und Neslihan Ünal.


21.03. 2002 / Oberurseler Woche

Buchlesung mit Hürde
Oberursel (ow): „Das Ferdinand- Balzer- Haus war doppelt vergeben. Die Frauen, die sich von dieser Veränderung nicht haben abschrecken lassen, erlebten eine beeindruckende Buchlesung mit anregender Diskussion. Für deutsche Frauen ist es unvorstellbar, was Frauen aus dem traditionell islamischen Kulturkreis heute manchmal ertragen müssen. Vor allem türkische Frauen, die in Deutschland leben. Viele von ihnen unterscheiden sich im Alltagstrubel kaum von den deutschen Frauen. Aber wie sieht ihr Leben aus, wenn sie die Wohnungstür hinter sich schließen?“


15.03.2002 / DEWEZET

„Eigentlich müssten unsere Väter hier sitzen“
Flächendeckende Beratungsstellen.
Hameln
(dwz): Die sehr gut besuchte Vorlesung im „Bellabina“ war gekennzeichnet durch Betroffenheit. Eine Frage von zentraler Bedeutung beschäftigte die Zuhörer: An welchem Punkt muss sich die Gesellschaft einmischen, wenn es um die Probleme junger Migrantinnen geht?“


12. 03 .2002 / VN / Verdener Nachrichten

Täglich geschlagen, gedemütigt und bedroht
Türkin berichtete in Verden von ihrem Leidensweg / „Will anderen Frauen Mut machen“
Von Sabrina Palz
VERDEN „ Cileli: Doch wer gelernt habe, immer nur anderen zu gehorchen, dem falle der Weg in die Selbstständigkeit ungeheuer schwer“.


11.03.2002 / VAZ/ Verden- Aller- Zeitung

Ehrenmorde an Frauen: Auch in Deutschland noch ein Tabuthema
Serap Cileli: Keuschheit steht im Mittelpunkt
VERDEN
(nie): „ Dass Ehrenmorde in Deutschland immer noch ein Tabuthema sind, unterstrich die Autorin Serap Cileli in einem sehr emotional vorgetragenen Statement am Freitagabend im Verdener Stephaunushaus“.


11.03.2002 / VAZ/ Verden- Aller- Zeitung

Mit 30 erstmals die Freiheit geatmet
Türkische Frauen sensibilisieren
Verden
(nie): Cileli: „ Ich fing mit 30 erst zu leben an“.
Kaum jemand, ahnt der sich nicht mit der Thematik beschäftigt, ahnt, welche internen Konflikte in türkischen Familien getragen werden. Für türkische Männer ist die Autorin eine Provokation, die zum Schweigen gebracht werden muss. „Mein Kampf geht weiter“, lächelt sie, denn sie weiß, dass sie für viele Türkinnen so etwas wie ein Hoffnungsschimmer ist.

 
 
weiter >
 
 

Übersicht

 
hoch
Hauptseite