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Printmedien 2003
 
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11.03. 2003 / Rhein- Neckar- Zeitung / Nr. 58

Leid hinter verschlossener Tür
Serap Cileli sprach bei „Terre des Femmes“ über Zwangsheiraten
Mio. Die Referentin Serap Cileli war vor kurzem zu Gast in der Sendung „Boulevard Bio“. Sie sagt:“ Zwangsheirat findet auch in Deutschland statt“.
In der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heißt es:“ Eine Ehe darf nur im freien und vollen Einverständnis der künftigen Ehegatten geschlossen werden“. Im Völkerrecht ist eine Zwangsheirat ausdrücklich verboten. Sowohl Deutschland als auch die Türkei haben die internationalen Vereinbarungen unterzeichnet. Trotzdem, so Cileli, werden in beiden Ländern Mädchen im Kindesalter zur Heirat gezwungen…..


11.03.2003 / Stuttgarter Nachrichten

Serap Cileli über Zwangsheirat und Ehrenmord
Stadtbücherei Waiblingen (stn) - "Wir sind Eure Töchter, nicht Eure Ehre" heißt das Buch der türkischen Autorin Serap Cileli, in dem es um Zwangsheirat und Ehrenmord geht.


24. 02. 2003 / LAURA / Heft Nr. 10

„Ich konnte wählen: heiraten oder sterben“
Von Joy Jensen
Report: Sie werden von ihren Vätern gezwungen, fremde Männer zu heiraten- unter Prügel, für die Familien- Ehre. Jeder vierten Türkin in Deutschland droht dieses Schicksal. Oft bleibt nur die Flucht- und Narben auf der Seele….


Februar 2003 / TROTT-WAR

Kampagne von Terre des Femmes
Bericht von Sylvia Rizvi: „Es passiert jeden Tag, ganz nebenbei in der Nachbarschaft.“ Serap Cileli spricht aus, wovon Betroffene meist schweigen. Durch die ganze Republik tourt die Türkin um mit Vorträgen auf einen Brauch hinzuweisen, den es nach deutschem Recht gar nicht geben dürfte: die Zwangsverheiratung.

Noch immer werden junge, meist muslimische Frauen gegen ihren Willen in die Ehe gedrängt. Cileli hat sich nun mit der Frauenorganisation Terre des Femmes zusammengetan. Die Tübingerinnen machen seit dem 25. November, dem Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“, eine bundesweite, einjährige Kampagne gegen Zwangsehen. Es gibt Lesungen, Vorträge, Unterschriftenaktionen und gezielte politische Lobbyarbeit.


06.02. 2003 / bella / Heft Nr. 7

„Wir wurden zur Ehe gezwungen“
Selbst in Deutschland werden Frauen gegen ihren Willen verheiratet
Von Ann- Christin Baßin
Reportage: Aysa und Serap lebten in Deutschland, als ihre Eltern ihnen einen Mann aussuchten. Die beiden Frauen erzählen, wie sie für ihre Freiheit kämpften.

„Viele türkische Frauen gehen mit Angst durch die Welt, denn sie müssen stets mit der männlichen Gewalt rechnen“ Serap Cileli.


29.01.2003 / Tagesspiegel / Nr. 18017

Scheherazades Töchter
Von Isabella Kroth
Wenn Ayse durch die Straßen der Stadt läuft, in der sie sich jetzt versteckt, dreht sie sich ängstlich um. Auch wenn niemand weiß, wo sie gerade lebt. Vor kurzem hat sie mit ihren Eltern telefoniert, ohne dabei ihre Nummer anzugeben. Die drohen ihr immer noch: „Wir hetzen Detektive
auf dich, so lange, bis sie dich gefunden haben.“ Was dann mit ihr passiert, will sich Ayse lieber nicht vorstellen. Aber sie weiß, dass die Tochter des besten Freundes ihres Vaters auch abgehauen ist, so wie sie. Und dass der Vater seine Tochter später umgebracht hat, um die Ehre seiner Familie zu retten.
Wie viele solcher Ehrenmorde in Deutschland verübt werden, weiß niemand genau. Es ist nicht so, dass die Ehre in der türkischen Kultur mehr zählt als ein Menschenleben. Aber es gibt sie, Eltern, die lieber ihr Kind töten, als ihr Gesicht zu verlieren. Die Autorin Serap Cileli liest täglich türkische Zeitungen, die in Berlin auf den Markt kommen, und sucht nach Berichten über Ehrenmorde. Ihr Ergebnis: „Bisher konnte ich Berichte über neun Frauen finden, die in Deutschland seit 1999 umgekommen sind, weil sie die Ehre der Familie verletzt haben.“ Die 36-jährige Cileli ist selbst vor ihren Eltern geflohen, weil sie mehrmals versucht hatten, ihre Tochter gegen ihren Willen zu verheiraten. Über ihre Flucht hat Cileli ein Buch geschrieben, weil sie Frauen wie Ayse Mut machen will, gegen die „Vergewaltigung auf Lebenszeit“ zu kämpfen. Seitdem bekommt sie immer wieder Anrufe von Frauen, die um Rat fragen. „Wenn sich eine junge türkische Frau, bildhübsch und in engen Jeans, in Deutschland bewegt“, sagt sie, „ahnt man hier nicht, dass daheim die Sitten Anatoliens herrschen.

 
 
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