09.12.2005 / DIE
WELT
„Erziehung zum Haß“
Von Peter Schneider
Ist das deutsche Integrationsmodell gescheitert?
07.12.2005
/ Nr. 50 / LAURA
Deutschland hat gewählt: Die „Goldene
Laura“ für die Frauen des Jahres 2005
Die drei mutigsten Frauen des Jahres.
Gabriele Mester, Serap Cileli, Ulrike Straßheim
04.12.2005
/ Nwe York Times
IN THE MAGAZINE / International/Europe
The New Berlin Wall
By Peter Schneider
04.12.2005
/ San Francisco Chronicle
Muslim girls in Austria fighting forced marriages
Program for women helps them escape from family pressures, unwanted
weddings -- and violence
Eric Geiger, Chronicle Foreign Service
San Francisco Chronicle, USA – Sunday
04.12.2005
/ International Herald Tribune
In Germany, Muslims grow apart
By Peter Schneider- The New York Times
SUNDAY
01.12.2005
/ Frankfurter Allgemeine Zeitung
In Deutschland, aber nicht in Freiheit
Kelsterbach (nad): Serap Cileli forderte konkret
die Einhaltung der Menschenrechte für die Migrantinnen. Die Väter
sollten lernen, dass die Töchter nicht ihr Eigentum seien.
01.12.2005
/ Kelsterbach aktuell
„Irgend jemand muss es tun“
Die Autorin Serap Cileli hielt einen Vortrag,
in dem sie Fakten, Erfahrungen und Einschätzungen in Bezug auf
die Zwangsverheiratung von Frauen aus dem moslemisch geprägten
Kulturkreis darstellte.
01.12.2005
/ Schweinfurt Tagblatt
„Tschüs, Du wirst für meine Ehre
brennen“
Vortrag und Diskussion mit der türkischen
Frauenrechtlerin Serap Cileli in der Musikschule
Von Patrick Lunz
Schweinfurt: Layal, Gülcan, Nayime – in blutroten Lettern
prangen die Namen der Opfer auf einem Plakat an der Wand. Die Frauen
wurden von ihren Verwandten ermordet, weil sie ein eigenes Leben führen
und frei über ihren Körper bestimmen wollten. Sie weigerten
sich, eine arrangierte Ehe einzugehen, verletzten damit- nach deren
Verständnis – die Ehre der Familie und wurden „zur
Sühne“ getötet.
Vers 1 /
Dezember 2005 / Januar
2006 / Nr. 12
„…..ihre Blicke niederschlagen“
von Serap Cileli
Wenn ich über fundamentalistischen Islam
spreche, so spreche ich nicht über die Attentate der Islamisten
auf die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York oder
das Attentat in Madrid und deren Terrorattentäter. Ich spreche
über die zerstörerischen Taten von islamischen Vätern.
……
Der Artikel von Serap Cileli ist
in der Zeitung „Vers 1“ zu lesen.
12.11.2005
/ NRZ- Oberhausen
„Umbringen wäre zu brutal“
DISKUSSION/ Die Reihe „Gemeinsam gegen
Gewalt“ ist gestartet- mit einem spannenden Gespräch über
„Ehre“
Von Monika Idems
Gewalt gegen Frauen- gibt`s dafür überhaupt
eine Rechtfertigung?
Ein junger Mann steht auf, wirft sich in die Brust, und sagt:“
Ich seh` das so: Wenn das Mädchen verhurt ist, muss ja was passieren.“
Es geht um Zwangsheirat und um Verbrechen im Namen der „Ehre“
an diesem Vormittag. „Umbringen wär jetzt zu brutal“,
räumt der Sprecher ein. 16 Jahre ist er vielleicht, „aber…..“
Er spricht`s nicht aus, sondern lässt die Faust in die flache Hand
sausen, dass es klatscht, und grinst ein bisschen unsicher. Rund 150
junge Frauen und Männer sitzen im Kino- Saal der Lichtburg an der
Elsässer Straße, manche rufen „Buh“, andere applaudieren,
und die Frauen auf dem Podium gucken ernst.
10.11.2005
/ Darmstädter Echo
Brennen für die Ehre des Vaters
Lesung: Serap Cileli über Zwangsheirat und
den „Preis der Ehre“ – „Respekt vor fremder
Kultur, aber nicht alles tolerieren
LORSCH. (dod): Nein, sie sei weder ausländerfeindlich
noch eine Nestbeschmutzerin. Serap Cileli, die im Lorscher Theater „Sapperlot“
einen flammenden Appell zum „Hinsehen“ bei Gewalt gegen
Frauen hielt, machte zu Beginn ihrer Lesung, die viel mehr ein eindringlicher
Aufruf zu Zivilcourage und Engagement war, deutlich, dass weder „alle
Türken“ noch „alle Moslems“ den Frauen ihrer
Familie mit Gewalt und Unterdrückung begegneten. Aber es gibt sie
dennoch, diese Gewalt.
Nach außen hin scheinbar ganz gut angepasst, erwartet die Mädchen
patriarchalisch ausgerichteten Familien hinter der Fassade ein Leben
voller Widersprüche. Draußen werden sie mit dem Leben selbstbestimmter
und selbstverantwortlicher Frauen konfrontiert, hinter der Wohnungstür
gilt ausschließlich das Wort des Vaters. Auch von der Mutter wird
das Mädchen meist keine Unterstützung erfahren. Denn obwohl
selbst als junge Frau unterdrückt, stützt sie erfahrungsgemäß
das System und nimmt im Falle des Todes des Familienoberhauptes selbst
diese Rolle ein.
Mädchen, die sich dem Diktat des Familienoberhauptes entgegenstellen,
verschwinden in der Türkei. Oder sie sterben. Cileli hält
die Anzahl der „Ehrenmorde“, bei denen die Ehre der Familie
durch den Tod der „Ehrbesudlerin“ wiederhergestellt werden
soll, um ein vielfaches höher als bekannt. Nicht selten werden
Morde als Selbstmorde oder Unfälle getarnt. Dass dies nicht nur
in der Türkei passiert, sondern hier, unter den Augen aller, ist
für Serap Cileli unfassbar.
Sie engagiert sich in Frauenhäusern und Beratungsgesprächen.
Auf ihrer Homepage finden sich Adressen für Hilfesuchende. Sie
lässt sich auch nicht von der Tatsache abhalten, dass rund 80 Prozent
der türkischen Frauen, die Zuflucht in einem Frauenhaus gefunden
haben, wieder zu ihren Eltern oder ihrem Mann zurückkehren.
Und: sie rechnet mit weiteren drei bis vier Generationen, ehe ein Umdenken
stattfindet. Dass inzwischen Zwangsheiraten wenigstens unter schwerste
Nötigung in der Gesetzgebung rangiert, ist ein winziger Fortschritt.
Cileli setzt auf Aufklärung – von Ärzten, Jugendämtern
oder Polizei, die flüchtende Mädchen doch immer wieder den
Familien zurückgeben. Sie ruft dazu auf, aktiv zu werden: „Respekt
vor fremden Kulturen heißt nicht, alles zu tolerieren.“
November Heft 11
/ 2005 - For You Magazin
Text: Caren Hodel
Glaube im Herzen, Sehnsucht im Kopf
„Im Hinblick auf Ehrenmorde
müsste es schärfere Gesetze geben. Zudem müsste bundesweite
Aufklärungsarbeit geleistet werden. Nur so hat man die Chance,
fremde Kulturen besser zu verstehen“.
08.11.2005
/ Bergsträßer Anzeiger
Respekt vor fremder Kultur- aber nicht alles
tolerieren
Serap Cileli spricht über Zwangsheirat und
den „Preis der Ehre“
Die bekannte Autorin Serap Cileli machte das
Publikum mit wahren Geschichtn über Zwangsheiraten betroffen.
01.11.2005
/ Bergsträßer Anzeiger
Ihr Ziel: Anderen Frauen Mut machen
TV- bekannte Autorin Serap Cileli liest im „Sapperlot“
Lorsch (sch). Mit ihrem Werk will Serap Cileli
andere Türkinnen Mut machen für einen Weg heraus aus frauenverachtenden
Traditionen. Zudem will die Autorin Deutsche über die Probleme
junger Türkinnen hierzulande informieren.
Oktober 2005
/ Jane Magazin – WWW.JANEMAG.COM
Von Nancy Miller
When a 23- year- old
Turkish woman was murdered in Berlin in an „honor
killing,“ some let it slide as a cultural thing.
31.10.2005
/ Stuttgarter Zeitung
"Viele Schandmorde werden als Freitod getarnt"
Von Dorothee Haßkamp
Terre des femmes: Jede zweite türkische
Migrantin lebt in einer arrangierten Ehe- Justizministerium startet
Initiative
Auf Einladung der liberalen Reinhold-
Maier- Stiftung ist am Freitag im Ratskeller darüber diskutiert
worden, wie muslimische Mädchen in Deutschland besser vor Zwangsheirat
geschützt werden können. „ Wir haben zu lange weggeschaut“,
so das Justizministerium.
Cileli kämpft schon seit
15 Jahren gegen Zwangsverheiratung. Schandemorde nennt Cileli, die Morde
im Namen der Familienehre. Nach ihrer Überzeugung ist die Dunkelziffer
bei diesem Kapitalverbrechen hoch: „Viele Schandemorde werden
als Selbstmord getarnt“. Der Mord an einer Frau, der vorgeworfen
wird, die Ehre der Familie „beschmutzte“ zu haben, sei zugleich
eine Drohung an alle anderen Frauen.
31.10.2005
/ Stuttgarter Nachrichten
„Notfalls sitzt die ganze
Familie auf der Anklagebank“
Podiumsdiskussion „Frauenrechte sind Menschenrechte“ im
Stuttgarter Ratskeller zum Thema Zwangsheirat
Von Götz Schultheiss
Zwangsheirat ist eine gravierende
Verletzung der Menschenrechte. In traditionell- religiösen Kreisen
der Muslime in Deutschland gibt es sie immer noch. Wie dagegen vorgegangen
werden kann, berieten die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion der Rheinhold-
Maier- Stiftung im Stuttgarter Ratskeller.
09.10.2005
/ Landshuterzeitung
Das Leben hängt an einem roten Fleck
Landshut (du): Serap Cileli ist
gebürtige Türkin mit deutschem Pass, sprach am Donnerstag
in der Alten Kaserne über Ehrenmord und Zwangsheirat. Dabei stellte
sie klar, dass in Deutschland über die durch Tradition begründete
Gewalt gegen Migrantenfrauen zu lange nicht geredet worden sei. Respekt
vor anderen Kulturen dürfe nicht bedeuten, alles zu tolerieren.
Darum sollten die Deutschen zweierlei: „Integration fördern
- und fordern“.
Serap Cileli nannte eine lange
Namensliste junger Mädchen, die geschlagen, gegen Geld verkauft,
und- wenn sie sich nicht fügten- verstoßen oder von den eigenen
Brüdern oder Vätern verbrannt, erstochen oder erschossen wurden.
Mitten in Deutschland gebe es viele Kindsbräute, die sich aus Angst
oder wegen ihrer engen Bindung an die Familie in ihre Situation fügten.
„Sie zahlen einen hohen Preis für ihre Anpassung und ihr
Schweigen“, sagte Serap Cileli.