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Serap Çileli - EURE EHRE - UNSER LEID
 
Ich kämpfe gegen Zwangsehe und Ehrenmord
Sachbuch
 

 

Erscheint im Oktober 2008

Mit ihrem ersten Buch Wir sind Eure Töchter, nicht Eure Ehre (Blanvalet TB, 2006) brach Serap Çileli ein Tabu: Sie war eine der ersten Türkinnen in Deutschland, die offen über Zwangsehe, Versklavung und Flucht vor der eigenen Familie berichtete. Aus dem eigenen Schicksal schöpft sie die Kraft auch für andere Frauen zu kämpfen. Ihre Homepage (www.serap-cileli.de) ist zur Anlaufstelle für viele verzweifelte Migrantinnen geworden. Çileli berät und hilft aus oft ausweglosen Situationen – eine Arbeit, für die sie niemand bezahlt und die für sie dennoch lebenswichtig ist.
Davon handelt ihr neues Buch EURE EHRE – UNSER LEID. Es schreibt ihre eigene Lebensgeschichte fort und zeigt neue Aspekte der Integrationsdebatte auf: Çileli lässt die „Töchter der Tradition“ zu Wort kommen und macht dabei klar, dass die vermeintlich multikulturelle Gesell-schaft – in ihren Augen – nicht existiert, sondern viele muslimische Ausländer nach wie vor in Parallelgesell-schaften leben. Sie warnt eindringlich vor einer schleichenden Islamisierung Deutschlands, beleuchtet die Rolle deutscher Konvertitinnen, macht deutlich, dass auch Männer Opfer von Zwangsehen werden und zeigt die Position deutscher Schwiegermütter auf. Zudem legt Çileli die erste vollständige Liste verbürgter Ehrenmorde in Deutschland vor!

„Vor wenigen Tagen hat Serap Çileli das Bundes-verdienstkreuz bekommen. Die kämpferische Hessin ist eine ungewöhnliche Preisträgerin, denn sie ist gebürtige Türkin und eingebürgerte Deutsche – und sie wurde für den Kampf gegen Zwangsverheiratung und Zwangsverschleierung geehrt, für den sich die deutsche Gesellschaft lange nicht sonderlich interessiert hat. Mittlerweile hat Serap Çileli eine Art Prominentenstatus, ebenso wie das in Österreich lebende Ex-Modell Waris Dirie oder die niederländische Politikerin Ayaan Hirsi Ali, …“ Süddeutsche Zeitung (2005)

Serap Çileli wurde 1966 im türkischen Adana geboren. 1974 zog sie mit ihrer Familie nach Deutschland. Mit 15 Jahren wurde sie in der Türkei verheiratet. Nach sieben Jahren Zwangsehe floh sie zurück nach Deutschland. Seitdem engagiert sie sich für die Rechte muslimischer und türkischer Frauen in Europa und betreut zahlreiche Frauen und Mädchen in Zwangslagen. 2005 wurde sie für Ihr Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, 2006 folgten der Ludwig-Beck-Preis für Zivilcourage, 2007 der Bul le Mérite des Bundes Deutscher Kriminalbeamter und 2008 der Olympe-de-Gouges-Preis sowie der Barbara-Künkelin-Preis der Stadt Schorndorf. Serap Çileli lebt mit ihrer Familie in Hessen.


Die Autorin ist zu Gast auf der Frankfurter Buchmesse, in deren Rahmen die Türkei 2008 als Gastland auftritt.

 

 
 

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