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„Wenn die Ehre es verlangt!“
 
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Unseren Hass, den könnt ihr haben, unser Lächeln kriegt Ihr nicht!

Tatzeit: 22 März 2004/ Augsburg
Name: Aylin (29) Ela (7)
Tat/Hintergrund:
Fünf Menschen in Augsburg tot aufgefunden. Den Rettern habe sich ein Bild des Grauens geboten. Die Leichen wurden in verschiedenen Räumen - vom Keller bis zum Dach - des Hauses gefunden und seien mit mehreren Messerstichen getötet worden und mit Blut überströmt gewesen. Er hatte die siebenjährige Tochter seiner Frau aus erster Ehe, seine Schwiegermutter, 53, seinen Schwager, 25, und einen Freund, 26, getötet. Dann folterte er seine Frau Aylin, schnitt ihr mit einem Fleischermesser die Kehle durch. Motiv: Eifersucht, weil sie sich trennen wollte sowie verletzter Ehre. Ali G. (37) hat die Trennung von seiner Frau, deren offene Lebensweise und beruflichen Erfolg nicht verkraftet.

Ein Onkel in Adana wird mit den Worten zitiert, wegen häufigen Streits sei es zur Trennung des 37-Jährigen von dessen Ehefrau gekommen. Er habe die Frau verdächtigt, Verhältnisse mit anderen Männern zu haben. Er konnte mit dem Gesichtsverlust nicht leben. Außerdem drohte ihm nach der Trennung die Ausweisung aus Deutschland.
Nach der Bluttat floh er in die Türkei. Der mutmaßliche Fünffachmörder von Augsburg hat sich in türkischer Untersuchungshaft erhängt. Rund zweieinhalb Monate nach der Tat habe sich der 37-jährige Ali G. im Gefängnis in seiner Heimatstadt Adana das Leben genommen.

Tatzeit: 16. Oktober 1997/ Viernheim
Name: Khawla Al S. (17)
Tat: Die Leiche des Mädchens lag im Wald, in Stücke gehackt mit einer Axt.
Hintergrund:
Ihre eigene Familie ist wegen Mordes angeklagt. Ihre großen Brüder Kahled (37) und Walid (35) und Vater Mahmoud al S. (56) Unfassbar: Sie lachen über die Tat, zeigen keine Reue, fühlen sich sogar im Recht. Khawla ist Jordanierin. Sie wuchs in Deutschland auf, ging hier zur Schule. Sie verliebte sich in den hübschen Raffaele, sagte zu ihren Freundinnen: „Den und keinen anderen will ich heiraten. Ich lass mich doch nicht in Jordanien mit einem Typen zusammenbringen,
den ich weder kenne noch haben will.“ Dort war sie einem anderen Mann versprochen – so war es Tradition. Dann kam ein Gerücht auf. Khawla sei schwanger. Es stimmte nicht. Aber es war das Todesurteil für den unschuldigen Teenager. Das Familiengericht entschied, dass sie die Ehre des Clans beschmutzt hat. Deshalb wurde das Mädchen von den Verwandten so schwer zusammengeschlagen, dass es das Bewusstsein verlor.“ Die Mutter hatte zugestimmt. Neben ihrem Opfer tranken die Männer Tee. Nach Mitternacht, fuhr der Vater mit seinen Söhnen und der ohnmächtigen Tochter in den Wald. Sie banden Khawla die Füße zusammen und trennten ihr mit der Axt den Kopf ab. Nach der Bluttat meldeten die Brüder das Mädchen als vermisst. Dann flüchtete die Familie in ihre Heimat. Drei Monate später wurde das Mädchen tot im Wald bei Viernheim gefunden. Über Interpol spürten die deutschen Behörden sie auf. Noch in Jordanien kam es zum Prozess. Das Urteil: Freispruch! Ohne Schuldbewusstsein reiste die Familie Anfang 2004 nach Deutschland zurück, Haftbefehl! Den drei Männern droht lebenslange Haft.

Tatzeit: 5. Juli 2004/ Rosbach
Name: ?
Tat/Hintergrund:
Am Morgen des 5. Juli 2004: Gegen 9 Uhr fuhr der vierfache Familienvater Kemal O. aus Rosbach mit seinem Auto Richtung Ortsmitte. Als er seinen Nachbarn Dirk H. auf dem Gehweg erblickte, wendete er und fuhr auf ihn los. Dirk H. wurde durch die Wucht des Aufpralls erst gegen die Windschutzscheibe und dann über die Leitplanke in einen Bach geschleudert. Anschließend nahm der 47-jährige Angeklagte eine Pistole aus dem Handschuhfach und ging zu Fuß in die 300 Meter entfernte eigene Wohnung. Dort trat er im Badezimmer von hinten an seine ahnungslose, von ihm geschiedene Ehefrau heran und schoss aus nächster Nähe auf sie. Durch die vier Schüsse in Kopf, Nacken und Rücken war sie sofort tot. Das Tatmotiv sieht das Gericht in der Eifersucht des nun verurteilten Mörders. Nach der Rückkehr aus seinem Heimatland Syrien, in welches er 1998 aus Deutschland abgeschoben worden war, lebte er wieder mit seiner Ex-Frau und den Kindern unter einem Dach. Sogar ein erneuter Hochzeitstermin war angedacht. Doch er steigerte sich immer mehr in den Gedanken, seine Ex-Frau betrüge ihn. Besonders seinen Nachbarn Dirk H. verdächtigte er, ein heimliches Verhältnis mit ihr zu haben.

 

 
 

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